Barça tobt – Polen zweifelt
Barça tobt – polen zweifelt
Beim FC Barcelona hängt der Haussegen schief. Robert Lewandowski (37) kehrte mit einem Muskelriss im linken Oberschenkel von der Länderspielpause zurück – laut Diagnose des Vereins wird er rund einen Monat ausfallen.
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Beim polnischen Verband reagiert man mit Überraschung und Unglauben auf die Diagnose. Nationaltrainer Jan Urban (63) sagte gegenüber "Cadena SER": "Wir wissen, dass er während des Spiels etwas gespürt hat, aber nichts Schlimmes. Wir hatten vereinbart, dass er die Hand hebt, falls etwas passiert. Ich bin sehr überrascht, dass es ein Riss sein soll – er war nach dem Spiel völlig okay."
Urban weiter: "Wenn es wirklich ein Muskelfaserriss war, hätte er gar nicht bei voller Intensität weiterspielen können. Das ist physisch unmöglich", sagte der Coach und ergänzte, dass Lewandowski "nach dem Spiel beschwerdefrei" gewesen sei. Auch am Spielfeldrand habe es keinen Moment gegeben, in dem der Stürmer um Auswechslung gebeten hätte.
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Im WM-Qualifikationsspiel gegen Litauen hatte der Pole 90 Minuten durchgespielt – und den Treffer zum 2:0 erzielt (64.). Nach seiner Rückkehr nach Barcelona teilte der Klub dann die Verletzung mit. Nach Informationen des Journalisten David Ibáñez (El Desmarque) sind die Vereinsbosse "stinksauer" – auf den Verband und auf Lewandowski selbst. Sie werfen dem 37-Jährigen vor, seine Schmerzen ignoriert und damit fahrlässig gehandelt zu haben. Auch die Zeitung "as" kritisierte das Verhalten des Routiniers als "rücksichtslos und schwer nachvollziehbar".
Für Trainer Hansi Flick (60) ist das Ganze ein herber Schlag. Neben Lewandowski fehlen auch Marc-André ter Stegen (Rückenverletzung), Gavi (Arthroskopie), Raphinha (Oberschenkel) und Dani Olmo (Muskelverletzung).
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Der Barça-Trainer sagte am Freitag: "Robert hat mir dasselbe gesagt (wie der Nationaltrainer). Er fühlte sich gut und hatte keine Schmerzen. Wir wissen, dass so etwas bei Länderspielen passieren kann. Das ist für die Spieler nicht einfach und schadet uns sehr. All die Reisen, die sie machen müssen, die Teilnahme an der Ballon d'Or-Gala ."
Flick betonte aber, dass er großes Vertrauen in Lewandowski hat: "Ich glaube, es gibt keinen Spieler, der besser auf seinen Körper achtet als Robert, und er hat mir gesagt, dass er nicht glaubt, dass er eine Verletzung hat. Er achtet immer sehr auf sich. Es gibt niemanden in seinem Alter, außer vielleicht Ronaldo, der so gut in Form ist. Das ist schlecht für uns, aber wir müssen daran arbeiten."