Dortmunds Trainer Kovac glaubt fest an Serhou Guirassy
Nach furiosem start in die bundesliga-saison
Serhou Guirassy, der in den ersten Wochen der Saison für Borussia Dortmund noch ein treffsicherer Stürmer war, steht aktuell nicht mehr in der Form, die man von ihm erwartet. Trainer Niko Kovac glaubt jedoch fest daran, dass sein Angreifer bald wieder aufdrehen wird und nutzt die Länderspielpause, um Guirassy in Form zu bringen.
Kovac setzt weiter auf guirassy
"Serhou hat bereits in der Vorbereitung einige Trainingseinheiten verpasst, dann hatte er mit Oberschenkel- und Schulterproblemen zu kämpfen", sagte Kovac im Interview mit dem "kicker". Umso wichtiger sei es für ihn, dass der 29-Jährige in dieser Länderspielphase in Dortmund geblieben ist. Der Trainer weiter: "Ich weiß, dass viele auf ihn schauen als Stürmer. Ich weiß aber auch, wie wichtig er für uns ist. Seine Tore fehlen uns im Moment. Aber er wird wieder dahin kommen. Ich bin froh, dass ich ihn habe, und werde an ihm festhalten."
Starker saisonauftakt, dann kam nicht mehr viel
Serhou Guirassy traf in den ersten drei Bundesliga-Spielen viermal, danach nur noch einmal in sechs Partien. In der Champions League glänzte er Anfang Oktober beim 4:1 gegen Bilbao, wo er traf und insgesamt drei Vorlagen in vier Spielen beisteuerte.
Kritik? fehlanzeige
Für Kovac ist das kein Grund zur Sorge: "Genau dann braucht er Vertrauen des Trainers – und das bekommt Serhou von mir." Der Coach sieht, wie sehr sich sein Angreifer reinhängt: "Er spürt, was ich von ihm denke. Ich kenne es auch von meinen vorherigen Stationen, dass ein Stürmer mal eine Durststrecke hat."
Probleme nicht nur bei guirassy
Kovac erkennt das größere Problem nicht nur bei Guirassy. Die offensive Schwächephase des BVB betrifft viele Spieler. Kovac bemängelt fehlende Präzision: "Wir haben klare Abläufe und Automatismen, die in der letzten Saison gegriffen haben, die wir jetzt im Moment so in der Form aber zu selten gut zu Ende fahren."
Trainer bleibt ruhig
Trotz kleinerer Schwächen bleibt Kovac ruhig – auch nach dem 1:4 in der Champions League gegen Manchester City und dem Remis in der Bundesliga. Der Trainer stellt klar: "Wenn wir Tabellenelfter wären, würden wir nicht darüber sprechen, ob unser Fußball auch schön genug ist. Dann ginge es um die A-Note: um die Ergebnisse."
Bvb steht auf platz drei
Der BVB steht derzeit hinter Bayern München und RB Leipzig auf Platz drei. Für Kovac kein Grund, alles infrage zu stellen: "Für mich als Trainer ist es wichtig, dass ich mich von den äußeren Debatten nicht treiben lasse oder deshalb in Aktionismus verfalle."