Erst Jubel, dann der Dämpfer: Hans-Joachim Watzke ist neuer Präsident von Borussia Dortmund
Neuer präsident
Hans-Joachim Watzke ist neuer Präsident von Borussia Dortmund. Die Mitglieder wählten ihn mit 59 Prozent der Stimmen, obwohl intern mindestens 70 Prozent erwartet wurden. Watzke nahm die Wahl an und zollte seinen Kritikern Respekt.
Abschied als geschäftsführer
Zuvor hatte Watzke sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt und wurde dafür minutenlang gefeiert. In seiner emotionalen Abschiedsrede kämpfte er mit den Tränen und blickte auf 21 Jahre zurück, darunter die drohende Insolvenz 2005, das Bombenattentat auf den Mannschaftsbus 2017 und die Corona-Pandemie.
Worte an den scheidenden präsidenten
Watzke richtete persönliche Worte an seinen früheren Widersacher, den scheidenden Präsidenten Reinhold Lunow. Lunow reagierte gerührt und wünschte Watzke alles Gute. Die beiden umarmten sich.
Erfolge unter watzkes führung
Watzke hatte den BVB saniert und zum größten Bayern-Jäger gemacht. Unter seiner Führung wurde der Klub zweimal Meister, dreimal Pokalsieger und erreichte zweimal das Champions-League-Finale.
Missbrauchsvorwürfe
Watzke sprach ein sensibles Thema an – die Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehemaligen Mitarbeiter aus den 1990er Jahren. Er sprach den Opfern ein tief empfundenes Mitgefühl aus und kündigte an, dass zwei Anwaltskanzleien die Fälle aufarbeiten sollen.
Weiterhin ein schwergewicht
Watzke bleibt trotz des Abschieds als Boss ein Schwergewicht im deutschen Fußball. Er ist weiterhin Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga, DFB-Vizepräsident und Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee. Auch als Vereinspräsident wird er beim BVB eine prägende Figur bleiben.