allgemein

Hans-Joachim Watzke wird Ligapräsident

Hans-joachim watzke wird ligapräsident

Hans-Joachim Watzke (66) wird die Versammlung der 36 Profiklubs am 4. Dezember im Sheraton Airport Hotel in Frankfurt eröffnen. Wenn alles nach Plan läuft, wird der erst am 3. September wiedergewählte Watzke mit einem neuen DFL-Titel nach Dortmund zurückkehren: als Ligapräsident. Über einen entsprechenden Antrag auf Satzungsänderung stimmen die Vereine ab.

Neue amtsbezeichnungen

Neue amtsbezeichnungen

Bisher letzter Ligapräsident war Reinhard Rauball (78), danach übernahm Ex-DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (56) das neue Amt des Präsidiumssprechers. Auch Watzkes Stellvertreter Oliver Leki (52/Freiburg) und Oke Göttlich (49/St. Pauli) sollen künftig Vizepräsidenten heißen. Im Antrag des DFL-Präsidiums heißt es zur Begründung, dass "die Amtsbezeichnungen der drei bisherigen Sprecher des Präsidiums angepasst werden sollen".

Vereinsentscheidungen

Vereinsentscheidungen

Insgesamt stimmen die Vereine über 18 Anträge auf 76 Seiten ab, die SPORT BILD vorliegen. Dazu gehört eine Aufstockung von drei auf sechs hauptamtliche Fanbeauftragte pro Bundesligist (2. Liga: 3 statt 2). Außerdem sollen die Klubs dazu verpflichtet werden, die Zahl ihrer hauptamtlichen Sicherheitsmitarbeiter zu erhöhen. Als Begründung wird die Forderung der Politik nach mehr Stadionsicherheit angeführt.

Debütanten-logo

Neu eingeführt werden soll ab 2026/27 als erste Liga in Europa ein "Debütanten-Logo" wie in der Major League Baseball (MLB) auf den Trikots volljähriger Spieler, die im bevorstehenden Spiel zu ihrem ersten Startelf-Einsatz in der Bundesliga kommen könnten. Nach dem Debüt wird der Patch, der in Zusammenarbeit mit dem DFL-Partner "Topps" erstellt werden soll, entfernt und in Sammelkarten eingearbeitet. Und: Die Trikot-Nummer "1", die einem Torwart vorbehalten ist, muss nicht mehr zwingend vergeben werden. Die Torhüter können ansonsten beliebige Nummern zwischen 12 und 49 auswählen.

Anzahl deutscher spieler

Ein Antrag befasst sich mit der Vorschrift, dass ein Klub mindestens zwölf deutsche Spieler im Kader haben muss. Diese Zahl kann sich bis auf zehn Profis reduzieren, wenn zwei vor Vollendung des 23. Lebensjahrs an einen Verein ausgeliehen werden, der mindestens in der Regionalliga spielt. So sollen deutsche Talente zu mehr Einsatzzeiten kommen.

Wahl des aufsichtsrats

Nachdem bei der DFL-Wahl im September die Besetzung eines Aufsichtsratspostens beinahe zu einer Kampfabstimmung geführt hatte – die Bundesliga hatte HSV-Vorstand Eric Huwer (42) ins Rennen geschickt, als Gegenkandidat war mit Unterstützung der 2. Liga zunächst Augsburgs Geschäftsführer Michael Ströll (41) angetreten –, soll bei der nächsten Wahl 2029 klar getrennt werden: Für den 1. Vizepräsidenten hat die Bundesliga das alleinige Vorschlagsrecht, für den 2. Vize die 2. Liga. Es wählen danach alle 36 Klubs. Für den sechsköpfigen Aufsichtsrat (mit dem Ligapräsidenten und seinem Stellvertreter aus der Bundesliga) soll statt einer Wahl künftig gelten: Bundesliga und 2. Liga benennen je zwei weitere Vertreter.