Leroy Sané bei Galatasaray: Ein Pro und Contra
Leroy sané bei galatasaray: ein pro und contra
Im Juli wechselte Leroy Sané (29) ablösefrei von Bayern München zu Galatasaray Istanbul. Der deutsche Nationalspieler kam als Star. Doch zuletzt blieb er in der Champions League auf der Bank, in der Liga wurde er für nur vier Minuten eingewechselt. Hat sich Sané verwechselt? Ein Pro und Contra!
Pro: er hat alles falsch gemacht
Von Achim Stecker
Leroy Sané hätte auch diese Saison bei Bayern spielen können. Ein Angebot lag vor. Doch er wechselte erst den Berater und dann den Verein. Damit hat er alles falsch gemacht. Statt in dem vielleicht zurzeit besten Team Europas zu spielen, sitzt Sané bei Galatasaray auf der Bank. Optimisten hatten damit gerechnet, dass der Flügelspieler der Süper Lig seinen Stempel aufdrücken würde. Das Gegenteil ist bislang der Fall. Im Aufgebot der Nationalmannschaft für die beiden WM-Quali-Spiele gegen Luxemburg und in Nordirland suchte man den Namen Sané vergebens. Mit seinem Wechsel in die Türkei dürfte Sané sich auch seinen Traum von der WM 2026 zerstört haben. Der hochbegabte Linksfuß wurde immer als "Unterschiedsspieler" bezeichnet. Einer, der in großen Spielen große Leistungen abliefert. Das allerdings war bei Bayern schon selten der Fall.
Contra: die häme kommt zu früh
Von Tobias Altschäffl
Sané-Bashing ist seit dem Wechsel vom FC Bayern zu Galatasaray Istanbul wieder in. Der Wechsel wurde teilweise mit despektierlicher Häme begleitet. Nun saß Sané auch noch auf der Bank. Die Kritiker sehen sich bestätigt: Nicht einmal in einer vermeintlich schwächeren Liga packt es der Linksaußen.
Bislang zur "schwächeren" – oder wie Bundestrainer Nagelsmann meinte, "bisschen schlechteren" – Süper Lig: Galatasaray besiegte zuletzt Liverpool. In der Liga steht Gala auf Platz 1. Sané hat Anpassungsschwierigkeiten wie viele andere in neuen Klubs, siehe Florian Wirtz. Dass Nagelsmann Sané direkt aus dem Kader strich, half dem Angreifer sicher nicht, selbstbewusster aufzutreten. Wichtig für Sané: Trainer Buruk steht hinter ihm und kommuniziert viel. Zudem feiern ihn die Fans trotz Stotter-Starts weiter wie schon bei seiner Ankunft. Die nächsten Wochen werden entscheidend: Noch ist es für ein Urteil zu früh.
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