Cort nielsen triumphiert: katalonien-rundfahrt nimmt fahrt auf!

Figueres – Überraschung am zweiten Tag der Katalonien-Rundfahrt: Magnus Cort Nielsen vom Team Uno-X Mobility entschied den 167,4 Kilometer langen Etappenabschnitt von Figueres nach Banyoles im Sprint souverän. Das Spitzenduo von Red Bull-Bora-hansgrohe um Florian Lipowitz und Remco Evenepoel hingegen zeigte eine erstaunlich zurückhaltende Leistung, die bereits einen Ausblick auf ihre strategische Herangehensweise im Hinblick auf die Tour de France gibt.

Ein tag für die sprinter

Ein tag für die sprinter

Der dänische Profi Cort Nielsen setzte sich im finalen Sprint vor dem Franzosen Noa Isidore und dem Italiener Francesco Busatto durch. Die Entscheidung fiel klar, nachdem das Feld über hügeliges Terrain geführt wurde. Für Cort Nielsen war es ein wichtiger Erfolg, der seine Form vor der kommenden Saison unterstreicht.

Florian Lipowitz, der in Spanien erstmals gemeinsam mit Remco Evenepoel an den Start ging – ein Testlauf für das ambitionierte Doppelspitzenprojekt von Red Bull-Bora-hansgrohe bei der Tour de France – hielt sich erwartungsgemäß im Hintergrund. Er erreichte das Ziel zeitgleich mit Cort Nielsen auf dem 45. Platz, womit er als bester Deutscher ins Ziel kam. Evenepoel hingegen beendete die Etappe als 25., nachdem er am Montag noch auf dem zweiten Rang platziert war.

Die Katalonien-Rundfahrt dient als wichtige Standortbestimmung für das deutsche Topteam. Beide Fahrer schonten offensichtlich Kräfte für die anstehenden Herausforderungen in den Pyrenäen. Jonas Vingegaard, der zweimalige Tour-Sieger, kam als 38. ins Ziel, ebenfalls ohne nennenswerte Zeitverluste. Oscar Onley, der sich bei der letztjährigen Frankreich-Rundfahrt mit Lipowitz einen spannenden Kampf um Rang drei und die Nachwuchswertung geliefert hatte, verlor ebenfalls keine Sekunden und beendete die Etappe auf dem 34. Platz.

Ein bitterer Moment für das Team Alpecin-Premier-Tech: Henri Uhlig, der die Auftaktetappe als Achter beendet hatte, musste nach einem Sturz rund zehn Kilometer vor dem Ziel aufgeben. Ein ärgerlicher Rückschlag für den Regensburger, der sich mit seinem Team noch höhere Ziele für die Rundfahrt vorgenommen hatte.

Der französische Meister Dorian Godon (Ineos Grenadiers) verteidigte seinen Führungsposition, nachdem er sich im Sprint der ersten Etappe gegen Evenepoel durchgesetzt hatte. Am Mittwoch steht nun die erste Bergetappe auf dem Programm, die den Fahrern mit zwei Anstiegen der 1. und 2. Kategorie ordentlich zusetzen wird. Die letzten 30 Kilometer nach Vila-seca sind flach, bevor es dann in die Pyrenäen geht. Das Finale der Rundfahrt findet am Sonntag in Barcelona statt.

Die strategische Zurückhaltung von Lipowitz und Evenepoel ist ein deutliches Zeichen für die Ambitionen von Red Bull-Bora-hansgrohe. Die Tour de France ist das eigentliche Ziel, und die Katalonien-Rundfahrt dient lediglich als Vorbereitung – ein Schachzug, der sich durchaus auszahlen könnte. Aber eines ist klar: Der Kampf um die Gesamtführung wird in den Pyrenäen erst richtig heiß werden.