Wiedes comeback – ein kampf zwischen körper und geist

Fabian Wiede steht vor einer der größten Herausforderungen seines Lebens: Nach einem verheerenden Kreuzbandriss will der Rückraumspieler der Füchse Berlin zurück auf die Beine. Doch der Weg zurück ins Spiel ist steinig und erfordert mehr als nur körperliche Stärke.

Mentale hürden und alte wunden

Der 32-Jährige spricht offen über die psychischen Belastungen, die mit der langen Reha einhergehen. „Es ist extrem hart, sich jeden Tag neu zu motivieren. Diese Isolation, die fehlende Mannschaftskontakte – das fordert einen enorm heraus.“

Körperliche einschränkungen – mehr als nur das knie

Körperliche einschränkungen – mehr als nur das knie

Doch das Problem beschränkt sich nicht nur auf die mentale Ebene. Wiede berichtet von anhaltenden Schmerzen im Fuß, die bereits vor dem Bruch zu Problemen führten. Eine Operation im Jahr 2023 hatte die Symptome verschlimmert. „Ich hatte das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte, dass ich mich körperlich nicht ganz so fühle, wie es sein sollte. Die Beweglichkeit im Fuß war eingeschränkt, und ich glaube, das hat indirekt zur Knieverletzung beigetragen.“

Schrittweise rückkehr zum handballsport

Schrittweise rückkehr zum handballsport

Nun konzentriert sich die Reha nicht nur auf das Knie, sondern auch auf den Fuß. Ein langsamer, schrittweiser Ansatz ist entscheidend, um weitere Verletzungen zu vermeiden. „Ich probiere, die Zeit wirklich zu nutzen, damit da nicht noch mal was passiert“, erklärt Wiede. „Es geht darum, das Ballgefühl wieder zu bekommen, einfache Pässe zu üben – nichts Wildes.“

Zeitplan und realität

Zeitplan und realität

Der optimistische Zeitplan von zehn Monaten bis zum Saisonstart scheint realistisch. „Ich hoffe, dass ich die Vorbereitung in der Halle mitmachen kann und dann, wenn alles gut läuft, zum Saisonstart wieder fit bin.“ Dennoch mahnt Wiede zur Vorsicht: „Man sagt ja immer, von sechs bis neun Monaten ist die Wahrscheinlichkeit noch relativ hoch, dass da wieder was reißen könnte.“

Ein persönlicher kampf

Ein persönlicher kampf

Wiedes Comeback ist mehr als nur eine sportliche Herausforderung – es ist ein persönlicher Kampf. „Ich bin Handballer, man kennt sich mit Schmerzen aus“, sagt er. „Aber ‘normale Leute’ hätten damit wahrscheinlich schon Probleme.“ Die Schmerzen im Fuß sind bis heute spürbar und beeinträchtigen sein Spiel. Er humpelt sogar manchmal, um die Belastung zu minimieren.

Die füchse berlin – hoffnung und geduld

Die füchse berlin – hoffnung und geduld

Die Füchse Berlin stehen hinter Wiede voll und ganz. „Wir sind optimistisch, dass er zurückkehren wird“, betont ein Vereinssprecher. „Wir unterstützen ihn bei jedem Schritt auf seinem Weg.“ Der Weg zurück ins Geschehen wird länger sein als erwartet, aber Fabian Wiede lässt sich nicht entmutigen. Er kämpft – für seinen Körper, für seinen Verein und für seine Leidenschaft für den Handball.