Werder im aufwind – coulibaly und backhaus: die überraschungsmacke für die bundesliga

Ein Hoffnungsschimmer für Bremen: SV Werder Bremen scheint plötzlich aus dem Abstiegskampf gelöst zu sein. Dank zweier junger Talente – Karim Coulibaly und Mio Backhaus – könnte die Saison für die Roten doch noch ein Happy End haben.

Die heißen aktien, die jetzt abgehen müssen

Die Bremer haben sich zwei Spieler gesichert, die in den letzten Transferperioden kaum eine Erwähnung fanden. Doch jetzt sind Coulibaly und Backhaus plötzlich das Gesprächsthema der Liga. Scouts von Klubs aus aller Welt beobachten die Entwicklungen am Osterdeich genau.

Die Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen haben die ohnehin angespannte Lage an der Weser deutlich verbessert. Wenn Bremen am Samstag gegen Augsburg gewinnt, wäre der Abstiegskampf endgültig tabellenteuer.

Millionenforderungen und zukunftsfragen

Millionenforderungen und zukunftsfragen

Die Ablösesummen für die beiden jungen Spieler sind jedoch ordentlich. Für Coulibaly werden rund zehn Millionen Euro gefordert, für Backhaus schätzungsweise sechs. Das stellt Werder vor eine schwierige Entscheidung.

Obwohl Jovan Milosevic unbedingt erhalten werden soll – und man mit Sugawara und Puertas zumindest phasenweise überzeugen konnte, stehen die Spieler vor ungewisser Zukunft. Die genannten Ablösesummen wären für den Verein derzeit zu hoch.

Das risiko des wartens

Das risiko des wartens

Werder zögert. Die Situation ist komplex, da die Abgänge von Spielern wie Schmid und Stage im vergangenen Jahr nur aus bekannten Gründen zu Leihgeschäften führten. Die aktuelle Situation mit den Leihen macht die Planungssicherheit zusätzlich schwierig. Trainer Thioune betont: „Gibt uns einfach ein sehr, sehr gutes Gefühl.“

Doch die Frage bleibt: Wer wird wirklich um die Dienste von Coulibaly und Backhaus buchen? Bislang gibt es keine konkreten Anfragen. Es wird abgewartet, ob Angebote in Höhe von 20 bis 40 Millionen Euro eingehen. Das Potenzial des jungen Innenverteidigers ist enorm und wird die Fantasie der Klubs beflügeln.

Ein blick zurück: die last der vergangenheit

Ein blick zurück: die last der vergangenheit

Letztes Jahr war es schwer abzusehen, ob Spieler wie Schmid oder Stage gehen würden. Die fehlenden konkreten Angebote führten zu Leihgeschäften. Diese Form des Wartens wird zwar anders eingeschätzt, da die Bremer mit Coulibaly und Backhaus deutlich heißere Aktien im Kader haben – die besser und schneller zu handeln wären?

Ein blick in die zukunft

Ein blick in die zukunft

Gerade bei Backhaus geht es darum, ob ein Nachfolger direkt parat steht. Der estnische Nationalkeeper spielt in London bei Arsenal und besitzt eine Kaufoption. Bis Mitte Juni wird diese gültig sein. Wenn Backhaus bleibt, kehrt Karl Hein zumindest vorübergehend zum Osterdeich zurück. Werder beschäftigt sich auch mit anderen Ersatztorhütern, wie Daniel Thioune zuletzt bestätigte. Die Situation ist alles andere als eindeutig – aber Werder könnte sich in dieser Saison überraschen.