Mainz im abstiegskampf: fischer reißt den bayern-mythos auf

Der FC Mainz steht vor der größten Herausforderung seiner Vereinsgeschichte. Am Samstag empfängt die Nullfünfer-Familie den Bayern München – ein Duell, das mehr als nur drei Punkte zu bieten hat. Urs Fischer, der Mainzer Trainer, hat sich gegen den vermeintlichen Favoriten stark ausgesprochen und deutet an, dass der Mia san mia-Faktor am kommenden Wochenende nicht überwiegt.

Ein kampf um jeden zentimeter – und die luft zum atmen

Ein kampf um jeden zentimeter – und die luft zum atmen

Fischer analysiert die Situation nüchtern: „Wenn ich dem gegnerischen Trainer zuhöre, ist immer das nächste Spiel das entscheidende. Ich gehe davon aus, dass das auch an diesem Wochenende der Fall sein wird – und dann ist erst Paris.“ Die Münchner verfügen zweifellos über individuelle Qualität und Spieler, die in dieser Saison immer wieder für Überraschungen gut sind. Doch der Mainzer Coach sieht vor allem den Teamgeist als ihren größten Trumpf. „In dieser Saison würde ich jedoch den Teamgedanken und Teamspirit als ihre größte Qualität ansehen“, so Fischer.

Der Druck ist enorm. Mainz liegt mit 34 Punkten in der Tabelle nur abgeschlagen auf Rang zehn. Ein Sieg gegen den Tabellenführer, kombiniert mit einem Patzer von St. Pauli, könnte den Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Schluss sichern. Das wäre eine Sensation – und ein Beweis dafür, dass der Kampfgeist in Mainz noch lange nicht aufgegeben wurde.

„Wir müssen bereit sein von der ersten Sekunde“, mahnt Fischer. „Einfach alles richtig machen.“ Und er fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Zusätzlich braucht es noch das nötige Spielglück und wir hoffen, dass die Bayern nicht ihren besten Tag haben.“ Die Punkte sind in dieser Saison Gold wert, und Mainz will sie unbedingt ergattern. Ein Match, das in der Rheinhessen-Arena alles andere als ein Selbstläufer wird – und das, so Fischer, auch deshalb so wichtig ist: „Es geht um Punkte und wir brauchen noch Punkte.“