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Wagner: selbstkritik nach augsburg – image-problem und ein klares plus

Sandro Wagner hat nach seinem enttäuschenden Start als Cheftrainer beim FC Augsburg die Keule erhoben und sich selbst scharf kritisiert. Das Bild, das er in den letzten Monaten vermittelte, war alles andere als das eines souveränen Führungsduos.

«Ich habe die kontrolle zu sehr beansprucht» – wagner offen über seine rolle

Der 38-Jährige räumte ein, dass er die Verantwortungen in Augsburg zu sehr auf sich genommen habe und den Klub in den Hintergrund gedrängt habe. „Das war nie meine Absicht“, betonte Wagner. „Ich habe aber wohl die Lehren daraus nicht rechtzeitig gezogen.“ Ein klares Signal: Die Kommunikation muss künftig einfacher und direkter sein.

Es war kein Zufall, dass der FCA nach nur drei Siegen in zwölf Spielen den Trainerposten verlor. Wagner betont nun, dass er die Entlassung als eine Chance sieht. „Ich bin wieder heiß und hätte auch jetzt schon wieder arbeiten können, wenn ich das gewollt hätte.“

Kommunikation wie bei kompany – und das image muss angepasst werden

Kommunikation wie bei kompany – und das image muss angepasst werden

Wagner vergleicht seine Kommunikationsweise offen mit der von Vincent Kompany beim FC Bayern. „Sich nicht angreifbar zu machen, beherrscht kaum einer so gut wie er.“ Doch Wagner weiß: „Ich muss mein Image ‚nicht unnötig weiter befördern‘.“ Er ist sich seiner eigenen Präsenz bewusst und akzeptiert, dass er auch mal polarisieren kann. Ein ehrlicher Blick in den Spiegel – das ist der Schlüssel für seine Zukunft.

Fehler eingestanden – und keine angst vor kritik

Fehler eingestanden – und keine angst vor kritik

„Ich habe bei einigen Aussagen in meiner Amtszeit ‚vergaloppiert‘“, gesteht Wagner. Das Interview nach der klaren Niederlage gegen den FC Bayern, in dem er die Qualität des FCA in Frage stellte, war ein deutliches Beispiel dafür. Der frühere Co-Trainer von Julian Nagelsmann ist sich seiner Fehler bewusst und bereit, daraus zu lernen. „Wenn was passt, lege ich los, und wenn nicht, dann nicht.“

Die fünf Monate in Augsburg waren eine wertvolle Lektion. Wagner ist zurück im Spiel und blickt optimistisch in die Zukunft. Er wird sich nicht von der Vergangenheit definieren lassen, sondern einen klaren, fokussierten Weg einschlagen – ganz im Sinne eines erfahrenen Sportjournalisten und Experten wie ich.