Infantino sicherer: afrikanische verbände stärken präsidenten im amt
Gianni Infantino hat sich eine erneute Amtszeit als FIFA-Präsident gesichert. Eine einstimmige Resolution der afrikanischen Mitgliedsverbände unterstreicht die anhaltende Unterstützung für den Schweizer, die weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Kritik an seinem Wirken geblieben ist.
Schwergewicht afrikas stimmt für infantino
Nach dem kürzlichen, wenn auch vorsichtigen, Ja-Wort des südamerikanischen Blocks CONMEBOL, hat der Afrikanische Fußballverband (CAF) nun den Grundstein für eine unangefochtene Rückkehr Infantinos gelegt. Die Verbände kamen sich in einer Sitzung vor dem Kongress in Vancouver auf eine klare Position zu, die die zunehmende Kritik an der FIFA-Führung, insbesondere an Infantino, in den letzten Monaten nahezu neutralisiert.
Die Annahme, dass Infantino nun potenziell bis 2031 im Amt verbleiben kann, beruht nicht zuletzt auf den Statutenänderungen des FIFA-Rates, die ihm – entgegen der anfänglichen Bedenken – eine Verlängerung seiner Amtszeit ermöglichen. Die Rekordeinnahmen, die unter seiner Führung die FIFA generiert hat, scheinen eine entscheidende Rolle zu spielen, während gleichzeitig die politische Neutralität, die er sich durch die enge Beziehung zu Persönlichkeiten wie Donald Trump aufrechterhalten hat, weiterhin kontrovers diskutiert wird.

Wm 2030: südamerika setzt auf risiko – afrika folgt dem trend
Die Entscheidung des CAF kommt kurz vor dem Großereignis der WM 2030, bei dem Paraguay, Uruguay und Argentinien als Austragungsnationen fungieren sollen. Während in Südamerika die Diskussion um die mögliche Erweiterung auf 64 Teams und die damit verbundene Chance auf zusätzliche Partien im südamerikanischen Raum andauert, scheint sich auch der afrikanische Kontinent dem Trend einer Weiterführung Infantinos anzuschließen. Ob dies jedoch eine strategische Entscheidung oder ein Ausdruck von Loyalität ist, bleibt offen.
Die FIFA-Verbände sind bisher überraschend geschlossen in ihrer Haltung. Die öffentliche Kritik, die Infantino in den letzten Jahren begleitet hat – insbesondere im Zusammenhang mit den Beschwerden der Organisation Fair Square wegen möglicher Verstößen gegen die Ethikrichtlinien – scheint kaum Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung zu gehabt zu haben. Die Rekordeinnahmen der FIFA unter Infantino scheinen somit eine stärkere Machtbasis zu generieren, als es auf den ersten Blick ersichtlich ist.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Zustimmung eine nachhaltige Entwicklung für den Weltfußball bedeutet oder lediglich ein kurzfristiger Schachzug bleibt. Einige Beobachter vermuten, dass die anhaltende Unterstützung für Infantino vor allem auf die strategische Bedeutung Afrikas für die zukünftige Entwicklung der FIFA zurückzuführen ist. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Trend sich fortsetzt.
