Andreas mitter löst stefan horngacher als bundestrainer ab
Andreas Mitter wird der neue Bundestrainer der deutschen Skispringer. Der 44-Jährige folgt auf Stefan Horngacher, der nach sieben Jahren seinen Abschied verkündete. Ein Wechsel, der die deutsche Skisprung-Szene vor neue Herausforderungen stellt.

Mitter übernimmt das zepter im deutschen skispringen
Mitter, bisher Assistent unter Horngacher, übernimmt eine Mannschaft, die nach der enttäuschenden Saison hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die jüngsten Ergebnisse stehen im deutlichen Kontrast zu der erfolgreichen Ära, die Horngacher von 2019 bis 2026 prägte.
„Ich freue mich sehr über diese Aufgabe und möchte mein Know-how und meine Erfahrung einbringen“, so Mitter. Der Deutsche Skiverband (DSV) veröffentlichte keine Angaben zur Vertragslaufzeit. Mitter ist seit 2019 im DSV aktiv und war maßgeblich am Aufstieg von Felix Hoffmann in die Weltspitze beteiligt.
Die Ernennung Mitters stellt die dritte Personalveränderung in Folge dar. Er folgt auf Werner Schuster (2008-2019) und Stefan Horngacher. Der bisherige Bundestrainer Peter Rohwein war zuletzt von 2004 bis 2008 im Amt.
Lange galt Thomas Thurnbichler als Top-Kandidat, bleibt aber im B-Kader. Die Aufgabe für Mitter ist klar: Er soll die deutsche Mannschaft verjüngen und Talente aus dem nicht gerade reichhaltigen Nachwuchspool fördern. Dabei soll er eine neue Dynamik erzeugen – ähnlich wie Werner Schuster es ab 2008 geschafft hatte.
Aktuell ist Philipp Raimund der einzige deutsche Skispringer von Weltklasseformat. Hinter Größen wie Andreas Wellinger und Karl Geiger ist die Saison weitgehend enttäuschend verlaufen. Mitter steht vor der Mammutaufgabe, die Leistungsträger wiederzufinden und neue Perspektiven zu schaffen. Die Erwartungen sind hoch – und die Zeit drängt.
Es bleibt abzuwarten, ob Mitter den erhofften Aufschwung bringen kann. Die nächste große Herausforderung sind die kommenden Weltcup-Rennen.
