Atubolus zitterhafter abend: braga schockiert freiburg – elfmeter-held wird unglücksrabe
Ein Abend, der in den Annalen des Europa-League-Halbfinales von SC Freiburg für immer eingehen wird. Noah Atubolus Leistung war ein Wechselspiel aus Held und Unglücksrabe, das den 1:2-Sieg zum SC Braga in den Schatten stellte.
Braga-tor durch dorgeles, atubolus parade – doch der schock kommt noch
Die erste Halbzeit war Atubolus Triumph. Sein Parade nach einem zentralen Schuss von Vitor Carvalho in der Nachspielzeit – ein Elfmeter-Sieg, der Freiburg in die Vorschlussrunde schickte. Doch dann, in der 66. Minute, das verhängnisvolle Gegentor: Ein abgewehrter Ball landete im Netz, und Atubolus Gesichtsausdruck sprach Bände. „So ein unnötiges Gegentor ist unfassbar“, gestand er sichtlich berührt im Interview mit RTL.
Die Analyse nach Spielende war schmerzhaft: Ein unglücklicher Moment, ein Ball, der ihm entglitt, und Philipp Lienhart, der scheinbar im Weg stand. Lothar Matthäus sah keine Frage: „Er sieht schlecht aus“, kommentierte der Sky-Experte, räumte aber ein, dass Atubolu in der ersten Halbzeit eine Klasse für sich war. Max Kruse betonte: „Atubolu muss den Ball festhalten oder zur Seite wegfausten.“

Elfmeter-genie gegen den teufel des zufalls
Doch das Drama war noch nicht vorbei. Atubolu, der in der Vorsaison bereits einen Bundesliga-Rekord mit fünf gehaltenen Strafstößen aufstellte, parierte kurz vor dem Pauschen den Elfmeter von Zalazar. „Den Elfmeter hat er gut gerochen“, lobte Matthäus. Die Bilanz des Freiburgs-Torhüters ist beeindruckend: Sechs von sieben Strafstößen aufgehoben. Ein Elfmeter-Killer, der aber an einem Abend den Kürzeren zog.
Der SC Freiburg braucht nun eine Wende im Rückspiel. Die Heimstärke – sechs Siege im Europa-Park-Stadion – gibt Anlass zur Hoffnung. Atubolu selbst ließ keinen Zweifel an der Möglichkeit eines Comebacks: „Es ist nicht vorbei. Im Rückspiel bei uns zu Hause ist alles möglich.“ Ein Held kann er am kommenden Donnerstag wieder werden – das glaubt er selbst.
