Basketball-legende beendet karriere: pesic macht schluss mit dem trainerdasein
Nach einer beispiellosen Karriere
, die über vier Jahrzehnte andauerte, hat Svetislav Pesic, einer der erfolgreichsten Basketballtrainer Europas, seinen Rücktritt verkündet. Der 76-Jährige, der unter anderem für Alba Berlin und den FC Bayern München tätig war, wird im kommenden Sommer seine Schuhe an Nagel hängen. Eine Entscheidung, die in der basketball-Szene für Erstaunen sorgt, aber gleichzeitig Respekt und Anerkennung hervorruft.
Ein vermächtnis voller triumphe
Pesic's Name ist untrennbar mit dem Erfolg des deutschen Basketballs verbunden. Seine Zeit bei Alba Berlin, insbesondere die Erfolge um die Jahrtausendwende, sind legendär. Acht nationale und internationale Titel, darunter der Korac Cup 1995, zeugen von seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, Mannschaften zu Höchstleistungen zu führen. Doch seine Erfolge beschränken sich nicht nur auf Berlin. Auch mit dem FC Barcelona feierte er große Erfolge und führte die deutsche Nationalmannschaft 1993 zum EM-Titel. Pesic prägte eine Ära und hinterlässt eine beeindruckende Bilanz.
„Ich weiß, dass es schwer zu glauben ist, wenn ich sage, dass ich aufhöre“, so Pesic in einem Interview mit der „Zeit“. „Aber nach dieser Saison reicht es wirklich.“ Der serbische Coach, der aktuell den FC Bayern München trainiert, gestand, dass er sich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken an einen Rücktritt auseinandergesetzt hatte. „Was machst du eigentlich hier, bist du verrückt? Du bist bald 77 Jahre alt und immer noch Trainer!“, soll er sich dabei gedacht haben.
Seine Rückkehr zum FC Bayern im Dezember, nachdem er Gordon Herbert ersetzt hatte, wirkte wie ein Déjà-vu für viele Fans. Pesic übernahm die Verantwortung und führte die Mannschaft mit seiner Erfahrung und seinem taktischen Geschick. Doch nun ist es so weit: Ein Kapitel im basketball geht zu Ende.
Obwohl Pesic dem Sport nicht ganz den Rücken kehren wird – er plant, Kurse zu geben und sich weiterhin in der basketball-Szene zu engagieren – wird er nicht mehr als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen. Seine Entscheidung, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen und häufiger in Barcelona und seiner Heimatstadt Pirot zu sein, zeugt von einem Wunsch nach einem ruhigeren Lebensabschnitt. Es ist ein Abschied von einer Legende, die den basketball nachhaltig geprägt hat.
