Brutaler ellbogenschlag überschattet del-playoff-krimi: ingolstadt gewinnt, aber mit bitterem beigeschmack
Der ERC Ingolstadt hat das Playoff-Viertelfinale der DEL gegen den EHC Red Bull München mit 7:2 gewonnen. Doch der Sieg ist überschattet von einem gravierenden Foul, das die Partie in den Schatten stellt. Der Nationalspieler Fabio Wagner, langjähriger Kapitän der Ingolstädter, war es, der Edwin Tropmann mit einem Ellbogenschlag zu Boden brachte – ein Moment, der die Stimmung im Fischtown Arena abrupt veränderte.

Ingolstadt triumphiert trotz foul und zahlreichen strafminuten
Die Partie war von zahlreichen Strafzeiten geprägt. München kassierte satte 125 Minuten. Kurz vor Schluss musste Tropmann mit einer Trage vom Eis getragen werden. Die Zeit lief dann nur noch knapp 100 Sekunden herunter, ohne dass es zu weiteren Spielzügen kam. Die Münchner kassierten zudem einen Platzverweis für Wagner.
Ty Ronning glänzte für Ingolstadt mit seinem vierten Playoff-Tor. Nach einem 1:5-Debakel im Hinspiel in Straubing drehten die Schanzer die Serie und stehen nun mit 3:1 vor dem Halbfinale. Eisbären Berlin setzte sich ebenfalls mit 2:1gegen die Straubing Tigers durch und führt in der Serie ebenfalls mit 3:1. Für Berlin ist der vierte Titel in den letzten sechs Jahren nun nah, sie benötigen lediglich einen Sieg.
Die Adler Mannheim verpassten hingegen den Einzug ins Halbfinale, nachdem sie deutlich mit 1:6 gegen die Fischtown Pinguine verloren. Die Serie führt Bremerhaven mit 3:1.
Die Eisbären Berlin stehen nun vor dem fünften Meistertitel in sechs Jahren. Ein beeindruckender Erfolg, der die Dominanz des Berliner Teams in der DEL unterstreicht. Die Frage ist nicht mehr, ob Berlin Meister wird, sondern wie viele Titel sie in den kommenden Jahren noch gewinnen werden.
