Champions league: englische dominanz gefährdet – reformforderungen steigen
Die champions league könnte sich grundlegend ändern. Nach der Einführung der Ligaphase nach der Gruppenphase zeichnet sich nun ein weiterer Reformdruck ab. Europäische Spitzenklubs fordern eine Änderung des Länderschutzes, die die englische Dominanz in der Wettbewerbsphase eindämmen soll.

Länderschutz früher? englische vereine fordern reform
Die BBC berichtet, dass mehrere europäische Vereine die UEFA auffordern, den Länderschutz bereits in der Ligaphase aufzuheben. Das würde bedeuten, dass in der ersten Phase der Saison bereits Duelle zwischen Teams aus demselben nationalen Verband möglich wären – ein Schritt, der insbesondere den deutschen Fußball betreffen würde. Den FC Bayern München gegen Borussia Dortmund wäre dann beispielsweise schon in der Gruppenphase denkbar.
Der aktuelle Modus sieht vor, dass jeder Verein acht unterschiedliche Gegner aus vier Lostöpfen trifft. Die Töpfe werden anhand der UEFA-Koeffizienten zusammengestellt, die die Leistungen der Teams in den letzten fünf Jahren widerspiegeln. Maximal zwei Gegner pro Team dürfen aus demselben Verband stammen, aber nicht aus dem eigenen. Doch die Konzentration englischer Vereine in Topf 1 hat zu einer Ungleichverteilung geführt. Der FC Barcelona traf beispielsweise auf Newcastle United aus Topf 4, während der FC Chelsea gegen Paphos aus Topf 4 gelost wurde. Bayern München, Dortmund, Inter Mailand, PSG und Real Madrid mussten jeweils zwei Spiele gegen englische Teams bestreiten – sportlich interessant, aber eben nicht unbedingt fair.
Bereits in den Playoffs der K.o.-Runde, wie die Duelle zwischen Paris Saint-Germain und Monaco zeigten, können Teams aus demselben Verband aufeinandertreffen. Dies stößt ebenfalls auf Kritik. Die Tatsache, dass in der aktuellen Saison vier englische Teams – Tottenham Hotspur, Newcastle United, FC Chelsea und Manchester City – im Achtelfinale ausgeschieden sind, während nur Liverpool und Arsenal weiterkommen konnten, verstärkt den Druck auf die UEFA.
Es ist gut möglich, dass ab der kommenden Saison mindestens fünf, möglicherweise sogar sechs englische Teams in der Ligaphase vertreten sein werden. Die Forderung nach einem früheren Länderschutz ist daher ein logischer Schritt, um mehr Wettbewerb und Fairness zu gewährleisten. Ob die UEFA auf diese Forderungen eingeht, bleibt abzuwarten. Doch die Diskussionen sind eröffnet, und die champions leaguesteht vor einer möglichen Veränderung.
Die Entwicklung zeigt deutlich: Die englische Premier League hat sich in den letzten Jahren zu einer dominierenden Kraft im europäischen Fußball entwickelt. Das ist ein Erfolg, aber er wirft auch Fragen nach der Balance im Wettbewerb auf. Die UEFA wird sich diesen Herausforderungen stellen müssen – die Zukunft der champions league hängt davon ab.
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