Deutsche tennis-hoffnungen brechen in miami – frühe ausgänge für hanfmann und struff

Miami – Eine bittere Reihe von Rückschlägen für das deutsche Tennis. Zahlreiche deutsche Spielerinnen und Spieler mussten am Donnerstagabend bei den WTA- und ATP-Turnieren in Miami die Heimreise antreten. Eine Enttäuschung reiht sich an die nächste.

Verletzungen, formschwache comebacks und unerwartete niederlagen prägten den tag.

Verletzungen, formschwache comebacks und unerwartete niederlagen prägten den tag.

Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff scheiterten bereits in der ersten Runde. Hanfmann, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld kämpfte, unterlag dem Spanier Rafael Jodar nach einem harten Kampf 4:6, 6:4, 1:6. Struff war gegen den US-Teenager Darwin Blanch chancenlos (3:6, 6:3, 3:6). Beide Spieler hatten kaum Antworten auf das Spiel ihrer Gegner.

Für die Damen war es besonders hart. Nach zweimonatiger Verletzungspause kassierte Eva Lys bei ihrem Comeback eine deutliche Niederlage gegen die ukrainische Qualifikantin Yulia Starodubtseva (1:6, 4:6). Die fehlende Spielpraxis war deutlich spürbar. Laura Siegemund zeigte zwar kämpferischen Geist und zwang die philippinische Nummer 31, Alexandra Eala, zu drei Sätzen (7:6 (8:6), 3:6, 3:6), musste sich aber schließlich geschlagen geben. Auch Ella Seidel verlor in drei spannenden Sätzen gegen die Österreicherin Lilli Tagger (6:7 (8:10), 6:4, 7:5), wobei sie einen Matchball verpasste.

Tatjana Maria schied ebenfalls in der ersten Runde aus. Der 38-jährige Ver festgelegt sich gegen die deutlich jüngere Amerikanerin Hailey Baptiste (5:7, 2:6).

Alexander Zverev erhält in Miami ein Freilos und trifft in der zweiten Runde auf Martin Damm. Der Wildcard-Spieler profitierte von der Aufgabe des Briten Jacob Fearnley. Die Ergebnisse zeigen, dass die deutsche Tennis-Nationalmannschaft vor großen Herausforderungen steht. Die Verletzungsgeplagten und die formschwachen Spieler müssen dringend wieder in Form kommen, um bei kommenden Turnieren bestehen zu können.

Die Niederlagen sind ein herber Dämpfer, doch die Saison ist noch jung. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die deutschen Spielerinnen und Spieler von diesen Rückschlägen erholen können.

Die Ergebnisse in Miami sind ein deutliches Zeichen: Das deutsche Tennis muss sich neu formieren, um international wieder an die Spitze zu gelangen.