Dsv-verantwortliche suchen bundestrainerin für biathletinnen

Die deutsche Biathletinnen-Elf wird in die neue Saison mit einem anderen Chefcoach starten. Wer als Bundestrainerin übernehmen wird, muss noch geklärt werden. "Für die Sportlerinnen wäre es natürlich gut, irgendwann mal Gewissheit zu haben]," sagt Experte Michael Rösch im Gespräch mit Eurosport.de. Der 42-Jährige hat mehrere Kandidaten für den DSV im Kopf und ist offen für verschiedene Ansätze.

Der markt ist voll

Der markt ist voll

"Der Markt ist voll, es ist ja oft so nach einem Olympia-Zyklus, dass sich das Trainer-Karussell dreht," sagt Rösch im Eurosport-Interview. Spätestens im Mai beginne der Zeitraum, in dem "man als Sportler schon mal wissen will, was Phase ist," so der Staffel-Olympiasieger von 2006.

Sieht man von der Trennung von Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland ab, gibt es bei den DSV-Biathletinnen diese Ungewissheit. Aus Sicht von Rösch kommen für die freien Positionen einige Kandidaten infrage. biathlon-Experte Michael Rösch hat Andreas Birnbacher, Armin Auchentaller und Sandra Flunger ins Gespräch gebracht.

"Ich hatte schon einmal Andreas Birnbacher, der aktuell den B-Kader betreut, ins Spiel gebracht und könnte mir auch eine Konstellation mit Armin Auchentaller vorstellen, der auch mit dem neuen Sportdirektor Bernd Eisenbichler schon bei den USA zusammengearbeitet hat. Auch Sandra Flunger, die zuletzt bei der Schweiz war," nennt der 42-Jährige.

Andreas Birnbacher wäre für Michael Rösch ein möglicher Kandidat, weil er "schon mit vielen jüngeren Athletinnen gearbeitet hat," erklärt Rösch, fügt aber an: "Das wäre eine deutsche Variante, aber vielleicht gibt es auch eine ganz andere Möglichkeit."

Michael Rösch ist ein überzeugender Befürworter von Input aus dem Ausland. "Blicken wir auf die aktuelle Zeit, wäre es meiner Meinung nach schon interessant, sich Input von Außen zu holen – je nachdem, wer es dann ist," sagt Rösch. Er weiß aus aktiven Zeiten, wovon er spricht. Er wurde seit seinem Nationenwechsel vom deutschen zum belgischen Team im Jahr 2014 naturgemäß mit neuen Einflüssen konfrontiert.

"Als ich dann selbst im Ausland unterwegs war und mich um viele Dinge selbst kümmern musste, konnte ich mit diesen Impulsen meinen Horizont erweitern," betont Rösch. Sowohl für deutsche als auch für ausländische Lösungen gäbe es Argumente. Am Ende sei "die Frage dann, ob diese Philosophie aufgeht," so der vielfache Weltcupgewinner.

Rösch ist zuversichtlich, dass bis Mai "in Zusammenarbeit mit Eisenbichler eine Entscheidung getroffen werden wird. Die Kandidaten kennt Eisenbichler natürlich auch alle und das ist wichtig. Egal, woher der- oder diejenige kommt," sagt Rösch.