Effenberg kritisiert nagelsmann scharf

Der ehemalige Nationalspieler Stefan effenberg hat sich heftig gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann ausgesprochen. In seiner Kolumne bei t-online warf Effenberg Nagelsmann vor, Deniz Undav ungerecht behandelt zu haben, obwohl der VfB-Stürmer beeindruckende Leistungen zeigte.

n

„Das muss der bundestrainer erklären – und zwar besser, als er es bisher getan hat“

„Das muss der bundestrainer erklären – und zwar besser, als er es bisher getan hat“

n

Effenberg ärgerte sich besonders darüber, dass Nagelsmann Undav nach seinem Tor gegen Ghana und seiner hervorragenden Bundesliga-Bilanz in der Startformation nicht mehr einsetzte. Der Experte schrieb, dieser Umgang mache Nagelsmann völlig ohne Not angreifbar, wenn er es gerade in wichtigen Personalfragen an Einsicht und Flexibilität vermissen lasse.

n

Effenberg urteilte: „Das war ein Fehler. Was denkt er sich dabei?“

n

Des Weiteren bemängelte der ehemalige Nationalspieler, dass Nagelsmann sich bereits jetzt stark in seinem Handlungsspielraum einschränke: „Es kann doch noch so viel passieren in den kommenden Wochen.“

n

Effenberg bewertete Nagelsmanns Argument, er würde sich unglaubwürdig machen, wenn er von seinen Entscheidungen abrücken würde, differenziert: „Da muss ich ihm vehement widersprechen. Denn gerade durch Einsicht, durch die Fähigkeit, vielleicht auch mal einen Fehler einzugestehen und einen Plan abzuändern, würde er Größe zeigen.“

n

Doch nicht nur dieses Dauerthema beschäftigte den Experten – auch die sportliche Leistung der deutschen Mannschaft bereitete ihm Kopfzerbrechen: „So richtig überzeugt hat mich nicht, was ich da gesehen habe. Diese beiden Spiele haben mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet – und das muss Sorgen machen.“

n

Sie seine Begründung: „Denn ich sehe bei dieser Mannschaft einfach keinen Fortschritt im Vergleich zu vor einem Jahr oder zum Beginn von Nagelsmanns Amtszeit.“

n