Eiskunstlauf-wm prag: tränen nach dem absturz – glenn verliert platz und hoffnung
Prag – Eine bittere Pille für Amber Glenn: Nach einer enttäuschenden Kür bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft ist die US-Amerikanerin von Platz drei auf sechs zurückgefallen. Die Dämpfer nach dem verpassten Medaillenwurf sind enorm.

Glenns kür: ein dramatischer absturz
Die amerikanische Sportlerin, die nach einer schwachen Vorstellung bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo eine Revanche anstrebte, konnte ihre Kür in Prag nicht vollenden. Nach einem anfänglich vielversprechenden Auftritt mit einem sauber gelandeten Dreifach-Axel, folgte der entscheidende Fehler: Der Dreifach-Salchow.
Die Unsicherheit kroch in Glenns Programm. Der Dreifach-Rittberger misslang komplett, bereits nach einer Drehung verlor sie die Kontrolle. Der Medaillenhoffnung war der Wind abgefrieben. Selbst beim Zweifach-Axel in der Kombination kam sie nicht mehr richtig ins Programm.
Nach der letzten Pose brach Glenn auf dem Eis zusammen, Tränen liefen ihr über das Gesicht. Sie verließ das Eis völlig verunsichert und suchte den Trost in den Armen ihres Trainers. Die Weltmeisterschaft in Prag ist für Glenn eine weitere Enttäuschung nach ihrem fünften Platz bei den Olympischen Spielen.
Gold ging an die Japanerin Kaori Sakamoto, die mit ihrer persönlichen Bestleistung ihre Karriere krönte. Ein goldenes Ende für eine Athletin, die sich mit diesem Triumph für immer in die Eiskunstlaufgeschichte einkriechen wird.
Die Kür von Sakamoto wurde als „Last Dance“ gewertet, ein würdiger Abschluss einer herausragenden Karriere.
Neben Glenns Pech zeigte Janse van Rensburg/Steffan im Eistanz ein starkes Programm und erreichten das Finale.
Die Weltmeisterschaft in Prag wird lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der sportlichen Leistungen, sondern auch wegen der emotionalen Achterbahnfahrt, die Amber Glenn erlebte.
