England patzt wm-vorbereitung: tuchel-experimente scheitern gegen uruguay

London – Die Fußball-Nationalmannschaft Englands hat ihre WM-Vorbereitung mit einer enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen Uruguay getrübt. Trainer Thomas Tuchel setzte auf zahlreiche Experimente, doch die Mannschaft wirkte lange Zeit formlos und zeigte kaum spielerische Akzente.

Experimente mit teuren spielern bringen nichts

Experimente mit teuren spielern bringen nichts

Das Testspiel, das als Härtetest vor dem bevorstehenden Weltmeisterschafts-Jahr gedacht war, offenbarte Schwächen in der Neuaufstellung. Zahlreiche Stammspieler, darunter Starstürmer Harry Kane und Mittelfeldstar Jude Bellingham, blieben dem Team abgesagt. Stattdessen setzte Tuchel auf ein großes Aufgebot von 35 Spielern, um verschiedene Formationen und Spieler zu testen.

Ein Debüt gelang James Garner vom FC Everton im Mittelfeld, während James Trafford im Tor sein Debüt für Manchester City gab. Die Chancenverwertung blieb jedoch verbesserungswürdig. Ein Schreckmoment für Tuchel war die Verletzung von Noni Madueke (FC Arsenal) in der ersten Halbzeit.

Späte Knöchelbeulen

Trotz des frühen Rückschlags gelang es England in der Schlussphase, durch Ben White (82.) den Ausgleich zu erzielen. Doch kurz vor dem Ende, in der Nachspielzeit (90.+4), traf Federico Valverde per Foulelfmeter zum Sieg für Uruguay. Phil Foden (56.) musste ebenfalls verletzt ausgewechselt werden.

Die WM-Qualifikation hatte England ohne Gegentor abgeschlossen, doch die Experimente von Tuchel lieferten keinen überzeugenden Beweis für die Stabilität der Mannschaft. Die geplante Rotation offenbarte Schwächen, die vor der Weltmeisterschaft noch behoben werden müssen. Die fehlende Präsenz von Kane im Sturm wurde besonders deutlich.

Tuchel hatte offenbar zu viel auf Experimente gesetzt. Das Ergebnis ist eine klare Warnung: Die Vorbereitung auf die WM ist alles andere als abgeschlossen. Die Frage ist nun, ob Tuchel die richtigen Antworten auf die aufgetretenen Probleme finden kann – und das rechtzeitig.