Evenepoel im blockiert – expertenanalyse nach tour-etappe
Remco Evenepoel offenbar von seinem Team Red-Bull-BORA-hansgrohe während der entscheidenden 6. Etappe der Tour de France ausgebremst. Der ehemalige belgische Profi-Radrennfahrer Marc Seargent wirft dem Team den Vorwurf, die Strategie im Kampf um die Gesamtwertung gegen Tadej Pogacar nicht optimal umgesetzt zu haben.
Verzögerung am tourmalet – ein blick hinter die kulissen
Die Etappe begann mit einer intensiven Attacke von Pogacar und Del Toro, die Vingegaard nur teilweise zu folgen schafften. Doch Evenepoel, der nach dem Anstieg eine seiner herausragenden Abfahrtsfähigkeiten demonstrieren konnte, kam mit einer deutlichen Verzögerung ins Ziel, nur als Vierter hinter den Top-Athleten.
Die Zahlen sprechen für sich: Ein Rückstand von 2:57 Minuten lässt keinen Zweifel an der Diskrepanz.Seargent, der sich unter dem Pseudonym „Radsportprofessor“ bei Nieuwsblad äußerte, argumentiert scharf: „Hätte man ihn allein fahren lassen, wäre er mit Pogacar Schritt gehalten. Das ist seine Stärke.“ Die Tatsache, dass sowohl Evenepoel als auch der deutsche Teamkollege Lipowitz starke Klassementfahrer sind, verschärfe die Situation. Es entsteht ein Konfliktinteresse innerhalb des Teams, der sich negativ auf die Gesamtstrategie auswirkt.

Uae team emirates als referenz – eine klare fokussierung
Der ehemalige Profi-Rennfahrer sieht die Situation kritisch: „Dort gibt es Pogacar, an den sich alle anpassen, auch Del Toro.“ Red Bull-BORA-hansgrohe müsse sich daher konsequent auf Evenepoel und Lipowitz konzentrieren, anstatt Ressourcen auf weitere potenzielle Anwärter zu verteilen. Die Konkurrenz, insbesondere das UAE Team Emirates, scheint hier eine deutlich klarere Strategie zu verfolgen.
Die Prognose: Trotz der Rückstände ist das Podium noch nicht vom Tisch. Vingegaard scheint seine Klasse zu beweisen, und Evenepoel besitzt das Potenzial, sich zu revanchieren.„Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass das Podium immer noch in Reichweite ist und dass sogar Vingegaard noch nicht ganz aus dem Rennen ist“, betont Seargent. „Wenn der Tourmalet sein schwarzes Biest war, dann hat er diese Etappe mit Bravour gemeistert.“ Es bleibt abzuwarten, wie sich die weiteren Etappen auf die Gesamtwertung auswirken werden – aber eines ist klar: Der Kampf um die Tour-Dominanz ist noch lange nicht entschieden. Und trotz aller Herausforderungen ist die Stärke von Evenepoels Abfahrtsfähigkeiten ein entscheidender Faktor.
