Fifa erhöht prämien – dfb kritisiert dollarkrise und steuerchaos
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gerät in einen finanziellen Strudel. Die FIFA hat die Prämien für die teilnehmenden Nationen nach massiven Vorwürfen aus Deutschland und anderen WM-Anwärtern drastisch erhöht – aber die Details sind alles andere als rosig.
Schlagzeilen im minutentempo: 871 millionen dollar für die teams
Nachdem die FIFA zuvor lediglich 727 Millionen US-Dollar vorgesehen hatte, kündigt der FIFA-Rat in Vancouver eine Aufstockung auf 871 Millionen Dollar an. Für den Deutschen Fußball-Bund (dfb) bedeutet das eine deutliche Steigerung: 10 Millionen US-Dollar Startgeld – früher noch 9 Millionen – und zusätzlich 2,5 Millionen Dollar für die Vorbereitungsphase, die sich zuvor mit 1,5 Millionen Dollar begrenzten.

Die rechnung kommt – und sie ist teuer
Doch diese vermeintliche Prämie ist nur ein Fass ohne Boden. Die schwankenden Dollarkurse und die unterschiedlichen Steuergesetze in den US-Bundesstaaten bereiten dem dfb massives Unbehagen. Geschäftsführer Rettig warnt: „Diese Situation ist für uns eine echte Belastung.“ Die komplexen steuerlichen Aspekte machen eine genaue Kalkulation nahezu unmöglich.

Kommerzieller erfolg als ausrede
FIFA-Präsident Gianni Infantino rechtfertigt die erhöhten Prämien mit dem großen kommerziellen Erfolg des Turniers. „Wir sind stolz, uns in der finanziell stabilsten Position unserer Geschichte zu befinden. Das ermöglicht es uns, all unseren Mitgliedsverbänden auf beispiellose Weise zu helfen.“ Ein klares Zeichen, dass die FIFA ihre Ressourcen wieder in den Sport reinvestiert – aber eben auch, dass die FIFA ihre finanzielle Stärke ausnutzt, um in der Krise zu helfen.

Die rekordsumme lauert – aber die unsicherheit bleibt
Die FIFA plant bereits mit einer Rekordsumme von 50 Millionen US-Dollar für den neuen Weltmeister. Doch diese Zahl ist fragil. Der schwankende Dollarkurs und die steuerlichen Unterschiede in den USA untergraben die Planung. Es ist ein Balanceakt, der den dfb vor enorme Herausforderungen stellt.

Dfb-kritik bleibt ungebrochen
Die Kritik des dfb an der Prämienregelung ist daher keineswegs verstummt. Die erhöhten Prämien sind zwar ein willkommenes Zeichen, doch die grundsätzlichen Probleme bleiben bestehen. Die finanzielle Unsicherheit ist ein Damoklesschwert über dem deutschen Fußball.
Fazit: ein teures spiel mit hohen risiken
Die WM in Nordamerika verspricht ein spektakuläres Event, aber auch eine finanzielle Zitterpartie. Die FIFA hat die Prämien erhöht – aber die Grundprobleme sind noch lange nicht gelöst. Es bleibt abzuwarten, wie der dfb mit dieser neuen Situation umgehen wird und ob die WM tatsächlich ein finanzieller Erfolg wird. Die Entscheidung liegt in den Händen der Wirtschaftsprüfer.“
