Fifa-freundschaftsspiele: neue ära für den internationalen fußball?
Die fifa plant ein Novum: Bedeutende Länderspiele zwischen Nationalmannschaften verschiedener Konföderationen sollen regelmäßiger stattfinden. Dafür setzt der Weltverband auf die fifa Series 2026, ein Format, das die Fußballwelt auf Trab hält.
Fifa series 2026: mehr als nur freundschaft
Nach einem erfolgreichen Testlauf im Jahr 2024 startet die fifa die Series nun zum zweiten Mal. Ziel ist es, Begegnungen zwischen Teams zu schaffen, die sich bisher kaum begegnet sind. Die Initiative soll einen wichtigen Beitrag zur globalen Entwicklung des Fußballs leisten – und das nicht nur im sportlichen Sinne.
Insgesamt nehmen 50 Nationalmannschaften an dieser Initiative teil, knapp ein Viertel aller fifa-Mitgliedsverbände. Die Teams treten in 13 Gruppen an, die jeweils drei oder vier Mannschaften umfassen. Alle sechs Konföderationen sind vertreten, wobei neun Gruppen Männer- und vier Gruppen Frauenbegegnungen beinhalten.

Ein globales turnier über mehrere monate
Die fifa Series erstreckt sich vom 25. März bis zum 31. März für die Männer und vom 9. April bis zum 18. April für die Frauen. Die Spiele finden in zwölf verschiedenen Ländern statt: Australien, Aserbaidschan, Indonesien, Kasachstan, Neuseeland, Puerto Rico, Ruanda, Brasilien, Elfenbeinküste, Kenia, Thailand, die USA und Thailand. Australien, mit Städten wie Sydney und Melbourne, empfängt neben den Socceroos auch Mannschaften wie Kamerun, China und den deutschen WM-Gegner Curaçao. In Ruanda werden neben den Gastgebern auch Estland, Grenada und Tansania antreten.
Das Format der FIFA Series ist vielfältig. Neben klassischen K.o.-Spielen mit Halbfinale und Finale gibt es auch vorab festgelegte Spielpaarungen. Im Falle eines Unentschiedens nach 90 Minuten entscheidet direkt ein Elfmeterschießen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Gewinn der Gruppen, um die Begegnungen für Fans und Spieler attraktiver zu gestalten.
Neben dem sportlichen Aspekt wirft die Serie auch politische Fragen auf. Die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA und die Qualifikation des Iran werfen Fragen nach den politischen Implikationen auf. Die Rolle von US-Präsident Donald Trump und die Beziehungen zu den Co-Gastgebern sind Themen, die die Diskussion um das Turnier prägen werden.
Die FIFA Series 2026 ist mehr als nur ein Turnier; sie ist ein Statement für eine offene und globale Fußballwelt. Diese Initiative könnte die Art und Weise, wie Länderspiele organisiert werden, nachhaltig verändern. Und das ist erst der Anfang.
