Fischer wählt kiel: entscheidung gegen schwergewichte!
Justus Fischer wird ab 2027 das Trikot von THW Kiel tragen – ein Coup für die „Zebras“ und ein Nogo für die Konkurrenz. Der deutsche Nationalspieler entschied sich gegen Angebote aus Magdeburg und Berlin, wo er als vermeintlicher Schlüsselspieler für die kommende Saison gehandelt wurde. Doch Fischer scheint eigene Pläne zu haben.

Ein trio im rennen: was machte kiel so attraktiv?
Schon Anfang des Jahres brodelte es in der Handball-Szene, als Sascha Klahn andeutete, dass sowohl THW Kiel als auch SC Magdeburg ein ernsthaftes Interesse an Fischer hatten. Was zunächst wie ein Duell aussah, entwickelte sich aber zu einem Dreikampf. Neben den beiden Schwergewichten der Bundesliga mischte auch die Hauptstadt-Mannschaft, die Füchse Berlin, intensiv mit um die Gunst des Vize-Europameisters. „Da stand auf jeden Fall noch keine entscheidung fest“, so Fischer in einem Bild-Interview, „es ging in die entscheidende Phase, in der nur noch drei Vereine im Rennen waren.“
Die Wahl fiel schließlich auf Kiel, obwohl Fischer betont, dass Magdeburg und Berlin aktuell „am Peak“ stehen. „Die sind ganz oben, wenn man da ist“, erklärt der 23-Jährige. „Kiel ist für mich immer noch der größte Verein der Welt, aktuell aber leistungstechnisch nicht ganz oben. Genau das hat mich gereizt. Ich sehe da die Möglichkeit, eine neue Ära zu prägen und den Verein vielleicht wieder zu einer Deutschen Meisterschaft zu führen. Darauf habe ich einfach unglaublich Bock.“
Die entscheidung für Kiel ist mehr als nur ein Vereinswechsel. Es ist eine bewusste Wahl, sich nicht in eine bereits etablierte Erfolgsgeschichte einzuklinken, sondern aktiv an deren Neugestaltung mitzuwirken. Fischer könnte in Kiel zum entscheidenden Faktor werden, um die Dominanz von Mannschaften wie Magdeburg herauszufordern und die „Zebras“ zurück an die Spitze der Handball-Bundesliga zu führen. Die finale Zusage an den THW erfolgte dem Vernehmen nach drei, vier Wochen vor der offiziellen Bekanntgabe – ein Zeichen dafür, dass Fischer sich seiner entscheidung bereits lange sicher war.
