Franken-derby: fürth will titel holen!
Fürth – Die Luft in Franken knistert! Am Sonntag empfängt die SpVgg Greuther Fürth im Heimspiel den 1. FC Nürnberg. Das derby, eine Partie, die mehr ist als nur drei Punkte, steht für das Kleeblatt vor einer entscheidenden Aufgabe im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Doch Heiko Vogel, der Fürther Coach, lässt sich davon nicht beirren.
Vogel: "es kommt zur rechten zeit"
Schon sein erster Einsatz als Chefcoach des Kleeblatts war ein Duell gegen die Nürnberger – ein 2:2, das Vogel als vielversprechenden Start in die Ära Vogel interpretierte. "Das derby schreibt völlig andere Gesetze. Es sind zwei absolut besondere und wichtige Spiele – unabhängig von der Tabellenkonstellation“, betonte Vogel vor dem Rückspiel. Der erfahrene Trainer scheint die Bedeutung des Derbys voll zu internalisieren und sieht darin eine Chance, die Lage positiv zu beeinflussen.
Die Tabelle ist hart, das ist unbestritten. Fürth rutschte erneut in die direkte Abstiegsgefahr. Doch Vogel scheint inmitten des Drucks einen kühlen Kopf zu bewahren. Er versucht, die Blick auf die Tabelle zu vernebeln und fokussiert sich auf die Aufgabe, die vorliegt. "Für mich geht es um einen Titel. Wenn wir jetzt im Rückspiel den Sieg holen können, sind wir für ein Jahr der Derbysieger!", verkündete er entschlossen. Die Ergebnisse der Konkurrenz sind dabei zweitrangig.
Ein klarer Fokus: Der Sieg. Bis auf Magdeburg spielen alle direkten Konkurrenten bereits am Samstag, was den Druck auf Fürth zusätzlich erhöht. Vogel lässt sich davon aber nicht beeindrucken: "Es ist unabhängig davon, ob wir aufholen müssen oder vorbeiziehen können, wir brauchen die Punkte, wir brauchen den Sieg.“

Krawall, aber fair: fürths plan
Die Taktik für das derby ist klar: "Auf Krawall gebürstet“, so Vogel. Er wünscht sich eine Mannschaft, die mit voller Wucht und Entschlossenheit in das Spiel geht. Wichtig dabei ist ihm aber, dass dies nicht auf Kosten der Fairness geht. Es gehe darum, taktische, spielerische und technische Mittel einzusetzen und im Zweikampf mit Vehemenz zu Werke zu gehen. "Wenn ich Foul spiele, habe ich den Zweikampf verloren“, mahnt Vogel.
Die Frage, ob Dennis Srbeny, der unter Vogel wieder aufblühte, seine Stärke im Ballbesitz zeigen oder in die Zweikämpfe gehen kann, bleibt vorerst offen. Nach seiner Sprunggelenkverletzung kehrte er ins Training zurück, die Belastbarkeit muss jedoch erst noch unter Beweis gestellt werden. Während Lukas Reich aufgrund einer Muskelverletzung ausfällt, stehen auch Sacha Bansé, Marco John und Torwart Timo Schlieck nicht zur Verfügung.
Die Ausgangslage ist ernst, doch die Entschlossenheit in Fürth ist spürbar. Ein Sieg im derby wäre nicht nur ein Titelgewinn, sondern auch ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt. Das Kleeblatt will Nürnberg früh unter Druck setzen und mit Ballbesitz dominieren – ein Plan, der gelingen muss, wenn Fürth seine derby-Ambitionen wahr machen will.
