FußballWM: Somalischer Schiedsrichter Omar Artan vor WM-Einsatz in USA verwehrt - nun im Supercup-Finale
Eurosport, 10. August 2026, 17:48 Uhr GMT+2

FußballWM: Somalischer Schiedsrichter Omar Artan vor WM-Einsatz in USA verwehrt
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan, dem die Einreise in die USA für seinen WM-Einsatz 2026 verwehrt wurde, freut sich auf sein Engagement im europäischen Supercup zwischen Paris St. Germain und Aston Villa. "Als wir diesen Anruf erhielten, war das für mich und meine Familie wirklich ein sehr, sehr glücklicher Moment", sagte der 34-Jährige.
Artan war vor dem WM-Start am Miami-Flughafen abgewiesen worden, da die US-Behörden ihn mit "mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen" in Verbindung setzten. Trotzdem zeigte sich der Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025 kaum nachtragend. "Es sei zwar 'eine sehr schwere Zeit' gewesen, sagte er in einem von der UEFA verbreiteten Interview. Mit der Leitung des Supercups gehe nun aber ein anderer Traum in Erfüllung.
Am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker) leitet Artan das Finale im europäischen Supercup zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Champion Aston Villa. Die Ansetzung hatte die UEFA bereits Mitte Juni, nur wenige Tage nach Artans gescheiterter Einreise, bekannt gegeben. Es war eine erste Spitze aus Europa gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino - und wahrlich nicht die letzte.
In den vergangenen zwei Monaten ist um Infantino und die FIFA einiges passiert. Die Worte von damals, als Infantino Artans Fall kommentierte, wirken längst wie aus der Zeit gefallen. Vor allem jetzt, da Artan wieder in aller Munde ist als Figur im immer schmutzigeren Machtkampf zwischen FIFA und UEFA.
Der Ton ist jedenfalls längst gesetzt und dürfte auch beim traditionellen Saisonauftakt der UEFA am Mittwoch in Salzburg unüberhörbar sein. Nicht zuletzt dank Artan. Trotz aller laut ihm notwendigen Unterlagen war Artan kurz vor dem WM-Start am Flughafen von Miami abgewiesen worden. Die Begründung der US-Behörden? Artan stehe "mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung".