Ganna zahlt für „sticky bottle“: geldstrafe nach sieg in flandern

Filippo Ganna hat sich trotz zweier Radwechsel zum Sieger des belgischen Klassikers Quer durch flandern gekämpft. Doch der Erfolg hat einen bitteren Nachgeschmack: Der Italiener muss nun eine Geldstrafe zahlen, weil er sich bei einer Trinkflaschenübergabe am Begleitfahrzeug seines Teams regelwidrig mitziehen ließ.

Geldstrafe für ganna: „sticky bottle“-taktik nach dem sieg

Geldstrafe für ganna: „sticky bottle“-taktik nach dem sieg

Der 29-Jährige hatte sich nach einem ersten technischen Defekt rund 47 Kilometer vor dem Ziel bei einer Trinkflaschenübergabe am Begleitfahrzeug seines Teams Ineos Grenadiers mitgezogen. Diese sogenannte „Sticky-Bottle“-Taktik ist im Radsport verboten und führte nun zu einer Strafe von 200 Schweizer Franken (ca. 217 Euro) für Ganna und 500 Franken (ca. 543 Euro) für sein Team.

Obwohl der Vorfall nicht den Ausgang des Rennens beeinflusste – die Jury urteilte, er sei „nicht ausschlaggebend“ gewesen – ist es ein herber Rückschlag für den ersten Karriere-Sieg Gannas bei einem Eintagesrennen. Zuvor hatte der Italiener einen Vorderradschaden erlitten und musste sein Rad wechseln. Noch seltener brach dann der Lenker an seiner neuen Maschine, vermutlich aufgrund einer zu fest angezogenen Bremshebelklemme. Trotz dieser Pannen ließ sich Ganna nicht entmutigen und setzte seinen Angriff auf den Sieg fort.

Wout van Aert, der letztlich den zweiten Platz belegte, zeigte Verständnis für Gannas Situation. Er begrüßte den Teilnehmertausch der belgischen Radsportlegende bei der Tour de France. Die Strafe für Ganna mag gering erscheinen, doch sie wirft erneut die Frage nach der Zulässigkeit dieser riskanten, aber oft eingesetzten Taktik im Radsport auf.

Die Entscheidung der Rennleitung ist nicht überraschend, aber dennoch ein weiterer Beleg dafür, dass die Regeln im Radsport konsequent durchgesetzt werden, auch wenn sie manchmal zu ungewöhnlichen Ergebnissen führen.

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