Ginters scharfe Kritik an Nagelsmann – Enttäuschung nach WM-Verzögerung
Freiburgs Innenverteidiger Matthias Ginter hat sich in einem Interview mit dem ‘kicker’ scharf gegen den Umgang der Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann gezeigt. Der 32-Jährige bezeichnete die Kommunikation des ehemaligen Bundestrainers als inakzeptabel und die Entscheidung, ihn nicht für die Weltmeisterschaft 2026 zu berücksichtigen, als ‘doppelten Rückschlag’ – und ‘das Bitterste seiner Karriere’.
Doppelter Schock für Ginter
Ginter hatte bis zuletzt auf eine Teilnahme an der WM gehofft. Stattdessen verpasste er innerhalb weniger Stunden sowohl das Finale der Europa League gegen Aston Villa als auch die Nachricht über seine Nicht-Nominierung für den deutschen Kader. ‘Es war so ein Doppelpack. Ich glaube, zwölf, dreizehn Stunden später kam noch die Nachricht mit der WM, dass ich nicht dabei bin. Es waren keine zwei einzelnen Enttäuschungen, sondern eine große,’ so der Abwehrspieler. Er betonte, dass die Enttäuschung erst mit dem Beginn der Weltmeisterschaft richtig zutraf, verstärkt durch die frühere Niederlage im Vereinsfinale.

Kritik an der Informationspolitik
Besonders kritisch ist Ginter angesichts der Art und Weise, wie Nagelsmann ihn informierte. ‘Über die Art und Weise, wie das generell drei Jahre lang abgelaufen ist, will ich nicht sprechen,’ erklärte er. ‘Der Zeitpunkt war eigentlich anders geplant, gerade auch mit den ganzen vorher veröffentlichten Leaks, aber ich wurde erst am Donnerstag, dem Tag der Nominierung, informiert.’

Klopps Andeutungen über Umbruch
Der DFB-Verband steht vor einem Umbruch. Bundestrainer Klopp deutete an, dass es bei der Kaderplanung zu Überraschungen kommen wird. Die WM-Aus traf Ginter doppelt, da die Enttäuschung über das verlorene Europa-League-Finale erst mit dem Wissen um die WM-Verzögerung vollends zutraf. ‘Ich habe schon Enttäuschungen in meiner Karriere erlebt, aber nicht in diesem Paket binnen zwölf Stunden,’ fügte er hinzu.