Hamm-westfalen jagt aufstiegsrunde – vinnhorst muss zuschlagen
Die Luft knistert in der Westfalenhalle. Am Samstagabend, um 19 Uhr, erwartet der ASV Hamm-Westfalen den direkten Konkurrenten aus Vinnhorst. Für die Rot-Blauen steht die Vorentscheidung zur Aufstiegsrunde auf dem Zettel – ein Sieg ist Pflicht, um die kurze Umwegstrecke zu nehmen.
Druck steigt in vinnhorst – naji: „das wird ein krimi“
Der Druck auf die Gäste ist enorm. Selbst wenn Vinnhorst punktet, bleibt der Aufstiegsrundeneinzug dem ASV durch zwei Siege in den verbleibenden Spielen vorbehalten. Markus Fuchs, der Geschäftsführer des Profiklubs, betonte am Freitagmorgen: „Es wird keine Abendkasse mehr geben, die verbliebenen einhundert Stehplatzkarten waren innerhalb der letzten zwei Tage schnell weg.“ Die Atmosphäre ist dementsprechend elektrisch. Die Fans sind zahlreich, die Halle ist nahezu ausverkauft – 2.500 Zuschauer erwarten ein hochspannendes Duell.

Souveräne dominanz – rekordsieg gegen anderten
Seit Monaten erlebt der ASV eine beispiellose Formstadium. Die Rückrunde war geprägt von beeindruckenden Siegen, zuletzt gelang gegen Anderten ein Rekordsieg von 48:24. Die Spiele sind deutlich souveräner ausgegangen, mit 40 Toren oder mehr – ein deutlicher Unterschied zu der Hinrunde. Jamal Naji spürt die Vorfreude: „Das wird ein Krimi. Hier kann es am Ende auf Kleinigkeiten ankommen.“

Personell gut aufgestellt – edwards im grauzone
Vor dem Spitzenspiel gibt es gute Nachrichten aus dem ASV-Lager. Benjamin Edwards steht noch ein wenig im Wankommen, alle anderen Akteure sind einsatzbereit – mit Ausnahme der Langzeitverletzten Horvart und Gudat. Ein solider Kader steht zur Verfügung, um den Druck zu minimieren und voll auf das Spiel zu fokussieren. „Für solche Spiele arbeitet man wochen- und monatelang“, so Naji. „Das ist der Ligaalltag, der uns diese Spiele ermöglicht.“

1.000Er-saisontor in reichweite?
Die Entwicklung seit Oktober unter Jamal Naji ist unverkennbar: Schnelleres Spiel, gefestigere Abläufe, höhere Torausbeute. Die Westfalen liegen in der 3. Liga an der Spitze und könnten am Samstag sogar das 1.000 Saisontor erzielen – ein historischer Wert. Doch das ist zweitrangig. Das Ziel ist klar: „Ein Heimsieg. Alles andere beschäftigt uns höchstens am Rande.“ Ein klarer Fokus auf den Kampf um die Aufstiegsrunde – und die Chance, die Westfalenwiesen zu verlassen.