Handball-drama in der bundesliga: göppingen dreht rückstand, stuttgart rettet punkt in der nachspielzeit
Göppingen und Lemgo feierten sensationelle Comebacks in der Daikin Handball-bundesliga. Während Frisch Auf Göppingen einen Vier-Tore-Rückstand auf holprigem Weg zum Sieg gegen den HC Erlangen drehte, besiegte der TVB Stuttgart den TBV Lemgo Lippe nur knapp mit 32:32 – dank eines späten Siebenmeters. Die Spiele zeigten einmal mehr die unglaubliche Volatilität und den Nervenkitzel dieser Liga.
Göppingen dreht rückstand gegen erlangen
In Göppingen schien lange Zeit ein Auswärtssieg des HC Erlangen im Mittelfeldduell bevorzustehen. Nach 35 Minuten führte der Tabellendritte mit 16:12 und kontrollierte die Partie souverän. Doch dann wendete sich das Blatt. Ein fulminanter 5:0-Lauf der Gastgeber schraubte den Rückstand ab, und nach 40 Minuten führte Frisch Auf Göppingen erstmals mit 17:16. Angetrieben vom besten Werfer der Partie, Oskar Neudeck (fünf Treffer), übernahm Göppingen zunehmend die Kontrolle.
Erlangen wehrte sich, auch Marek Nissen traf fünfmal. Doch in der Schlussphase zeigte Göppingen mehr Konsequenz und verwandelte den Spielstand in einen 27:24-Sieg. Rutger ten Velde wurde zum Matchwinner, indem er in der zweiten Halbzeit alle vier seine Würfe versenkte und beim 26:24 das entscheidende Stürmer-Foul provozierte.

Stuttgart rettet punkt in der nachspielzeit
Das Drama spielte sich einige Kilometer westlich in Stuttgart ab. Lange Zeit schien der TVB Stuttgart die Partie im Griff zu haben und führte zur 52. Minute mit 29:25. Besonders Lenny Rubin glänzte als Tormann. Doch die Gäste gaben nicht auf und kämpften sich Tor um Tor zurück. Samuel Zehnder übernahm in den letzten Sekunden Verantwortung und verwandelte einen Siebenmeter zum 32:32 – sein neunter Treffer des Spiels.
Stuttgart hatte noch eine letzte Chance, doch Max Häfners Distanzwurf in der allerletzten Aktion landete erst nach dem Pfiff der Schiedsrichter im Netz. Der Treffer zählt jedoch nicht, und es endet mit einem Unentschieden.
Rubins Zukunft beim TVB Stuttgart bleibt ungewiss. Der Schweizer hatte bereits im Februar seinen Abschied nach der laufenden Saison angekündigt, doch nach diesem Spiel deutete er eine mögliche Vertragsverlängerung an. Die Gespräche mit dem Verein sollen folgen.
Die Daikin Handball-bundesliga lieferte ein weiteres Kapitel packenden Handballsports. Die Comebacks in Göppingen und der späte Ausgleich in Stuttgart sind Beispiele für die hohe Qualität und Unberechenbarkeit der Liga.
Rutger ten Velde von Göppingen zeigte eine bemerkenswerte Leistung und bewies seinen Wert als clutch Player.
Die Spannung in der bundesliga ist kaum zu übertreffen. Das Ergebnis in Stuttgart zeigt, dass selbst in den letzten Sekunden alles möglich ist.
Die Daikin Handball-bundesliga bleibt ein Spiegelbild der Leidenschaft und des Dramas, die den deutschen Handball ausmachen.
