Handball-frauen-bundesliga: oldenburg büßt punkte wegen fehlender spielerlaubnis ein

Die Handball-bundesliga für Frauen erlebt einen Schlag. Dem Vorbild der Männer in der 1. Liga folgend droht dem VfL Oldenburg ein Punktabzug. Grund ist ein gravierender Fehler bei der Spielberechtigung einer ihrer Spielerinnen.

Oldenburg muss zwei spiele als 0:2-niederlagen werten

Oldenburg muss zwei spiele als 0:2-niederlagen werten

Der VfL Oldenburg muss in zwei Begegnungen des 20. Spieltages und einem Nachholspiel gegen den BSV Sachsen Zwickau mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren gewertet werden. Ursache ist, dass die Oldenburger Spielerin Melanie Fragge (24) in den genannten Spielen eingesetzt wurde, ohne eine unterschriebene Antidoping-Vereinbarung vorlegen zu können. Nach Liga-Reglement ist dies obligatorisch.

„Wir mussten aufgrund einer Änderung in der Antidoping-Vereinbarung eine neue Vereinbarung von allen Spielerinnen einholen“, erklärt Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL Oldenburg. „Leider fehlte bei Melanie Fragge das entsprechende Formular.“ Lampe übernimmt die volle Verantwortung und verspricht interne Prozessoptimierungen.

Der Fehler ist ein teurer. Obwohl Oldenburg die Hauptrunde auf dem fünften Tabellenplatz abschließen wird, könnte die fehlende Punkteausbeute die Ambitionen auf eine höhere Platzierung schmälern. Die Verantwortlichen des VfL Oldenburg haben signalisiert, keinen Einspruch gegen die Wertung einzulegen. Ein weiterer Schlag für den Handball-Topklub.

Die Situation wirft Fragen nach der internen Organisation und der Sorgfaltspflicht der Vereine auf. Ein solches Versäumnis darf in Zukunft vermieden werden, um nicht unnötig Punkte zu verlieren.