Handball-test endet im unentschieden: österreich vor wm-playoff-herausforderung
Bregenz/Österreich – Ein dramatisches Ende für den Trainingslager-Test der österreichischen handball-Männer. Im letzten Spiel gegen Nordmazedonien reichte trotz eines späten Ausgleichs auf 30:30 nicht der Sieg für die Rot-Weiß-Rauten. Die Partie, die als Vorbereitung auf die WM-Playoffs im Mai gedacht war, endete mit einem Punktemacher-Unentschieden. Es ist ein Test, der wichtige Erkenntnisse liefert – und nun die Vorbereitung auf ein entscheidendes Duell mit Polen einleitet.
Spannung bis zur letzten sekunde: nordmazedonien rettet punkt
Die Österreichische Handballbund (ÖHB)-Auswahl musste sich nach einem 30:30 gegen Nordmazedonien in Bregenz mit einem Punkt begnügen. Die Partie, die im Rahmen eines einwöchigen Trainingslehrgangs stattfand, bot den Zuschauern über 60 Minuten einiges an handball-Action. Ernst wird es für die Mannschaft von Trainer Iker Romero im Mittelfjahr, wenn es im Rahmen der WM-Playoffs um das Ticket für die Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland geht.
Eric Damböck war der Top-Torschütze Österreichs mit neun Treffern. Trotz einer kämpferischen Leistung und einer soliden Deckung, die Nordmazedonien zunächst vor Probleme stellte, gelang es den Gästen aus Nordmazedonien, im letzten Angriff noch den Ausgleich zu erzielen.
Die Partie zeigte Schwankungen. Österreich konnte zwischenzeitlich einen Zwei-Tore-Vorsprung herausarbeiten, ließ aber Chancen liegen, den Rückstand weiter auszubauen. Nordmazedonien reagierte mit einer Umstellung in der Abwehr und eroberte Bälle, was zu einem 12:10-Rückstand für die ÖHB in der 24. Minute führte. Ein Timeout von Trainer Romero schien Wirkung zu zeigen; das Team fand wieder zu seinem System zurück.
„Das Ergebnis ist fair, weil beide Mannschaften hätten gewinnen können“, kommentierte ÖHB-Teamchef Iker Romero nach dem Spiel. Er lobte die Moral der Mannschaft und die verbesserte Deckung, die Lukas Hutecek entlastete. Doch auch die Schwächen in der zweiten Halbzeit, in der die ÖHB einen Vier-Tore-Rückstand hinnehmen musste, wurden kritisch gesehen. „Wir wollen uns weiter verbessern“, betonte Romero.
Lukas Herburger zeigte sich nach dem Spiel optimistisch: „Wir hatten eine super Woche, haben in jedem Training 120 Prozent gegeben. Im Spiel auch. Wir hatten Rückstände, in denen wir uns zurückgekämpft haben. Die Moral war da.“ Die kommenden Spiele gegen Polen werden zeigen, ob die Fortschritte ausreichen, um sich für die WM zu qualifizieren. Die Polen gewannen ihr Vorspiel gegen Lettland deutlich mit 33:24.
Die Mannschaft wird nun die Analyse des Spiels nutzen, um an den Schwachstellen zu arbeiten. Die Erfahrung aus dem Vorjahr, als Nordmazedonien ebenfalls mit einem späten Ausgleich zum 29:29 den Punkt rettete, wird dabei helfen. Es bleibt abzuwarten, ob die ÖHB diese Erfahrung als Motivation für die kommenden Herausforderungen nutzen kann.
