Handball-WM: Der Süßigkeiten-Trainer und seine Mädels wollen Geschichte schreiben!
Deutschland marschiert bei der handball-wm voran!
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist in Topform! Nach souveränen Siegen gegen Island (32:25) und Uruguay (38:12) stehen sie kurz vor dem Abschluss der Vorrunde. Am Sonntag (18 Uhr/Sporteurope.tv) empfängt das Team Serbien. Doch hinter dem Erfolg steht ein Mann: Markus Gaugisch, der Bundestrainer, der mit seinen 17 Spielerinnen endlich wieder eine Medaille für den DHB holen will. Kann er das schaffen?
Gaugischs skurrile angewohnheiten
Beobachtet man Markus Gaugisch an der Seitenlinie, fallen sofort zwei ungewöhnliche Marotten auf. „Er steckt immer seine Jogginghosenbeine in weiße Sportsocken und braucht immer seine Fisherman’s Friend Bonbons“, lacht Team-Managerin Anja Althaus. Der Trainer selbst grinst verlegen: „Ja, irgendwie ist das eine kleine Sucht. Ich habe sie immer in der Hosentasche, vor und während des Spiels.“ Und Anja Althaus sorgt für Nachschub: „Immer wenn ich einkaufen gehe, bringe ich ihm welche mit.“
Das teamgefühl: „wir nennen uns die mädels“
Wie tickt der Bundestrainer wirklich? Und wie nennt er seine 17 Spielerinnen? Gaugisch verrät: „Ich darf meine Mädels so nennen, weil sie sich selbst auch so nennen. Eine besondere Bezeichnung habe ich nicht.“ Das Team scheint zu harmonieren, denn Torhüterin Sarah Wachter verrät: „Nerven können wir ihn nur mit Unpünktlichkeit und schlechtem Essen. Und manchmal mit der Musik im Bus!“
Musikgeschmack und persönliche tunnel
Die Spielerinnen lieben Musik, besonders Ballermann-Hits! Gaugisch, eher Rocker, zieht sich dann in seinen persönlichen „Tunnel“ zurück: „Wenn ich es mal nicht aushalte, setze ich mir die Kopfhörer auf und höre Linkin Park oder Metallica.“ Ein spannender Kontrast zwischen Trainer und Team, der aber offenbar gut funktioniert!
Ein traumjob und die familie im blick
Markus Gaugisch ist seit 2022 im Amt und beurlaubt von seinem Job als Lehrer für Deutsch und Sport. „Es ist ein Traumjob und eine große Ehre, die deutsche Nationalmannschaft zu trainieren“, schwärmt er. Für ihn ist es die Chance, an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Und da ist da noch sein Sohn, Kalle, der im November 2025 überraschend mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Weltmeister wurde! „Eine Medaillen-Wette haben wir nicht, aber ich bin im Familien-Ranking auf alle Fälle hinterher“, grinst Gaugisch.
Mehr als nur ein spiel: der wunsch nach anerkennung
Gaugisch wünscht sich vor allem, dass die Leistungen der Frauen besser gesehen werden. „Dass die Bedingungen für diese Generation im Mädchen- und Frauenhandball besser werden, dass Handballerin sein ein Beruf ist und nicht nur ein Hobby.“ Das Team trainiert hart und professionell wie die Männer, verdient aber weniger Anerkennung und Unterstützung. Das soll sich jetzt ändern! Die DHB-Frauen wollen über das Viertelfinale hinauskommen – und vielleicht sogar eine Medaille gewinnen!