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Handball-wm frauen: silber-erfolg mit finanziellen rückschlägen – doch der dhb bleibt zufrieden

Die deutsche Handball-Frauenmannschaft hat bei der Heim-Weltmeisterschaft eine Sensation gefeiert und sich am Ende den Titel des Vizeweltmeisters gesichert. Doch die Euphorie hat ihren Preis: Trotz des sportlichen Erfolgs entsteht ein deutliches Defizit im Deutschen Handballbund (dhb).

Rekord-zuschauer, geringes minus: der dhb analysiert die handball-wm

Rekord-zuschauer, geringes minus: der dhb analysiert die handball-wm

Der dhb-Vorstandschef Mark Schober zeigte sich trotz des finanziellen Minus von 350.000 Euro zufrieden mit dem wirtschaftlichen Ergebnis der Weltmeisterschaft. Ursprünglich hatte der Verband mit einem Verlust zwischen 800.000 und 1 Million Euro gerechnet. „Wir haben ein besseres Ergebnis erzielt als geplant“, betonte Schober. Die WM brachte Rekordzahlen: 5,79 Millionen Zuschauer verfolgten das Finale mit einem Marktanteil von 31,3 Prozent, und 10.522 Fans füllten die Dortmunder Westfalenhalle. Die Staatsförderung wurde durch Sponsoring ausgeglichen.

Die Bewegung „Hands up for More“, die während des gesamten Jahres Erfolge verzeichnete, soll nun fortgesetzt werden. Nationalmannschaftsmanagerin Anja Althaus forderte direkt nach dem Turnier einen sofortigen Start in die nächste Phase. Saskia Lang, Ex-Nationalspielerin und Senior Managerin des dhb, ergänzte: „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los.“

Das nächste große Turnier für die Frauen ist die Europameisterschaft 2032, die gemeinsam mit Dänemark und Polen ausgetragen wird. Die WM-Prämie der Frauen wurde durch Sponsoring ausgeglichen. Der Erfolg der Heim-WM zeigt: Sport kann auch wirtschaftlich sinnvoll sein – wenn man die richtigen Rahmenbedingungen schafft.