Havertz: reife und verantwortung im dfb-team – ein neuanfang nach verletzungen

Herzogenaurach – Kai Havertz präsentiert sich im März-Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft reif und fokussiert, wie kaum zuvor. Nach einer schweren Zeit mit Verletzungen scheint der 26-Jährige bereit, die verpasste Zeit aufzuholen und sich neu zu definieren.

Flexibel und hungrig nach spielzeit

Flexibel und hungrig nach spielzeit

Die Rückkehr in die Nationalmannschaft erfolgt zu einem besonderen Zeitpunkt: Havertz wurde nach dem Kaderumbruch von Julian Nagelsmann im September 2024 zum Stellvertreter von Kapitän Joshua Kimmich befördert. Doch aufgrund von Verletzungen konnte er diese Rolle seit November 2024 nicht ausüben. Nun feiert er sein Comeback und wirkt entschlossen, das verpasste Spiel aufzuholen.

„Hinter mir liegt keine einfache Zeit“, räumt Havertz offen ein, nachdem ihn zunächst eine Oberschenkelverletzung und später eine Knieverletzung plagten. Er betont die Wichtigkeit der Unterstützung durch Kapitän Kimmich und Mit-Stellvertreter Antonio Rüdiger. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass der Kontakt immer da war. Man merkt in schwierigen Phasen oft besser, wer wirklich hinter einem steht.“

Die Flexibilität, die Havertz auszeichnet, soll auch sein Spiel prägen. „Ich bin flexibel, fühle mich auf allen Offensivpositionen wohl“, erklärt er. In Anbetracht der Abwesenheit von Tim Kleindienst und Niclas Füllkrug sieht er sich in einem direkten Vergleich mit Nick Woltemade. „Wir haben ähnliche Ideen und haben jetzt einmal gemeinsam trainiert. Ich glaube nicht, dass wir lange brauchen, um uns aneinander zu gewöhnen.“

Die WM in Katar und die EM in den letzten Jahren hinterließen bei Havertz einen bitteren Nachgeschmack. Doch er sieht in der aktuellen Nationalmannschaft eine Generation mit viel Talent und Erfahrung. „Wir wollen unserem Land beweisen, dass wir bereit sind für den nächsten Schritt.“ Havertz selbst will dabei eine führende Rolle einnehmen. Seine Worte zeugen von einer großen Verantwortung und dem Willen, diese zu erfüllen. Er braucht keine Eingewöhnungszeit und spürt die Erwartungen, die an ihn gestellt werden.

Die Debatte um seine ideale Position auf dem Feld scheint ihn nicht zu belasten. Havertz ist sich seiner Fähigkeiten bewusst und will mit Leistung vorangehen. Und er weiß: Die Zeit für Vorwärtsdränge ist gekommen.

Sebastian Wolff, Fußball heute live

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