Hsg varel: abschied von zwei handball-legenden – eine ära geht zu ende

Schwerer Verlust für die HSG Varel: Zwei Urgesteine des Friesischen Handball verlassen am Saisonende den Verein. Mit Kevin Langer und Kai Schildknecht verabschieden sich zwei Spieler, die den Verein über viele Jahre hinweg geprägt haben und dessen Aufstieg von der fünften in die dritte Liga maßgeblich mitgestaltet haben. Ein doppelter Abschied, der den Verein tief erschüttert.

Der kapitän geht: langer beendet seine karriere

Kevin Langer, der dienstälteste Spieler und Kapitän der HSG Varel, hängt seine Karriere nach insgesamt elf Jahren im Verein an den Nagel. Seit 2014 stand der Linkshänder für die Friesländer auf dem Feld und war stets eine feste Größe im Team. Trainer Arek Blacha sprach von einem „großen Verlust“: „Kevin war nicht nur sportlich ein wichtiger Faktor, sondern auch als Mensch und Spieler unersetzlich. Er war ein Mann, der uns von der fünften in die dritte Liga gebracht und immer alles zusammengehalten hat.“ Geschäftsführer Christoph Deters betonte die Vielseitigkeit des Spielers: „Kevin war nicht nur unser Kapitän, sondern auch Co-Trainer und löste stets jede Aufgabe mit großem Engagement – auch außerhalb des Spielfelds. So einer findet sich selten.“

Auch schildknecht verabschiedet sich

Auch schildknecht verabschiedet sich

Doch Langer ist nicht der einzige, der seine Handballschuhe an den Nagel hängen wird. Auch Kai Schildknecht, bekannt unter dem Spitznamen „Schille“, beendet seine Karriere. Deters erinnerte sich an eine lange gemeinsame Zeit: „Es ist schwer vorstellbar, ihn nicht mehr regelmäßig in der Halle zu sehen. Sein Ziel war immer, Drittliga-Spieler zu sein, und er erreicht es nun mit Würde.“ Blacha zeigte sich ebenfalls sentimental: „Ich habe selten einen Spieler erlebt, der so viel Einsatzwillen und eine so große Einstellung zum Handball hat. Kai wird mir sehr fehlen.“

Die Abgänge von Langer und Schildknecht markieren das Ende einer Ära bei der HSG Varel. Zwei Spieler, die über Jahre hinweg das Gesicht des Vereins geprägt und dessen Erfolg maßgeblich mitbestimmt haben. Die Suche nach würdigen Nachfolgern beginnt nun – eine Herausforderung, die die HSG Varel vor große Aufgaben stellt. Der Fokus liegt jetzt auf der sportlichen Zukunft, doch die Erinnerung an die Leistungen dieser beiden Handball-Legenden wird in Varel stets lebendig bleiben.