Hütter zögert: tottenham-bewerbung vorerst vom tisch?

Die Gerüchte um Adi Hütter als möglichen Nachfolger von Igor Tudor bei Tottenham Hotspur machen die Runde – und der Österreicher hält sich äußerst bedeckt. Während die Suche der Londoner nach einem neuen Coach in vollem Gange ist, scheint Hütter vorerst nicht bereit für ein Engagement.

Ein statement, das fragen aufwirft

In einem kurzen Statement äußerte sich Hütter zu den Spekulationen. Er bestätigte, dass er in den letzten Wochen vermehrt mit verschiedenen Klubs in Verbindung gebracht worden sei, betonte jedoch, dass seine grundsätzliche Haltung unverändert sei: „Wie ich aber bereits unmittelbar nach meiner Monaco-Zeit gesagt habe, möchte ich grundsätzlich frühestens wieder mit Beginn der neuen Saison als Cheftrainer arbeiten.“ Diese Aussage lässt Raum für Interpretationen. Bleibt er wirklich erst im Sommer aktiv, oder ist es eine Taktik, um die Verhandlungen in die Länge zu ziehen?

Die Trennung von Tudor am vergangenen Sonntag hatte die Gerüchteküche natürlich befeuert. Doch Hütter, der bereits in der Bundesliga mit Frankfurt und Gladbach Erfolge feierte, scheint derzeit kein Interesse an einer kurzfristigen Lösung zu haben. Seine Zeit in Monaco endete im Oktober 2025 abrupt, und seitdem scheint er einen Wechsel nur unter optimalen Bedingungen in Betracht zu ziehen.

De zerbi im fokus – dyche lehnte ab

De zerbi im fokus – dyche lehnte ab

Tottenham muss sich also anderweitig umsehen. Neben Hütter war auch Sean Dyche kurzzeitig im Gespräch, zog sich aber mittlerweile aus dem Rennen zurück. Der Fokus scheint nun verstärkt auf dem italienischen Trainer Roberto De Zerbi zu liegen. Der 46-Jährige, der bis Anfang Februar Olympique Marseille trainierte, ist derzeit verfügbar und bringt mit seiner innovativen Spielweise, die er bereits bei Brighton & Hove Albion unter Beweis stellte, frischen Wind in die Diskussion. Die Frage ist, ob er bereit wäre, als Interimslösung einzuspringen, oder ob er auf eine Festanstellung ab Sommer pocht.

Die Premier League-Erfahrung, die De Zerbi durch seinen Engagement bei Brighton mitbringt, könnte ein entscheidendes Argument für Tottenham sein – ein Aspekt, der bei Tudor oft vermisst wurde. Ob die Spurs zuschlagen werden, bleibt abzuwarten. Hütters Zögern könnte De Zerbi den entscheidenden Vorteil verschaffen, doch der Transfermarkt ist bekanntlich unberechenbar. Die Entscheidung in Tottenham könnte schneller fallen, als viele erwarten.