Leipzig handball-frauen: aufstieg ins rampenlicht – vorsprung schwindet
Die Handball-Frauen des HC Leipzig stehen vor dem großen Ziel: dem aufstieg in die Bundesliga. Doch die Euphorie verflüchtigt sich. Nach einem überraschenden 31:31-Unentschieden gegen den Drittletzten Bayer Leverkusen rutscht die Spitzenmannschaft in eine leichte Krise. Das dritte Remis in Folge wirft Fragen auf.

Leipzig verliert vorsprung im aufstiegsrace
Trainer Erik Töpfer zeigte sich enttäuscht: „Wir tun uns momentan sehr schwer. Die Mädels sind grad nicht so frei, weil sie das Gefühl haben, dass sie etwas zu verlieren haben.“ Ein Sieg hätte dem Team in dieser Phase dringend gefehlt und die Stimmung aufpoliert. Nach einem beeindruckenden Saisonstart mit 16 Siegen in Folge in der 2. Liga, die einen neuen Rekord bedeuteten, folgte die erste Saisonniederlage gegen Bremen. Nur ein einziger Sieg gegen Waiblingen konnte diese Serie nicht wiederherstellen.
Der Vorsprung auf die Verfolger Nürtingen, Rödertal und die Füchse Berlin ist nun auf lediglich drei Punkte geschrumpft. Trotzdem gibt es Anlass zur Hoffnung: Gegen Leverkusen kämpfte sich Leipzig von einem Sechs-Tore-Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit zurück und konnte sogar in Führung gehen. Doch die Leverkusenerin Britta van der Baan wischte dem Leipziger Jubel mit einem Treffer in letzter Sekunde den Boden unter den Füßen.
„Der Punkt ist natürlich für uns zu wenig auf dem Weg zu unserem Ziel“, räumt Töpfer ein. „Nach der ersten Halbzeit ist er aber ein gewonnener Punkt.“ Die Frauen des HC Leipzig haben bewiesen, dass sie auch in schwierigen Situationen kämpfen können. Das Remis zeigt: Der aufstieg ist alles andere als in trockenen Tüchern.
Die Serie von 16 Siegen in Folge ist nun eine ferne Erinnerung. Die Konkurrenz ist dicht dran. Und das nächste Spiel gegen den siebten FC Regensburg wird zeigen, ob Leipzig die Nerven behält.
