Mcgrath sichert sich kristallkugel – emotionale szenen nach saisonabschluss
Hafjell – In einem dramatischen Finale der alpinen Ski-Weltcup-Saison hat Atle Lie McGrath aus Norwegen die Gesamtwertung im Slalom gewonnen. Der 25-Jährige profitierte vom Ausscheiden seines Konkurrenten Lucas Pinheiro Braathen aus Brasilien im zweiten Lauf, nachdem er im letzten Rennen lediglich den achten Platz belegte.

Mcgrath triumphiert nach emotionaler saison
Die kleine Kristallkugel ging am Ende mit einem Vorsprung von 64 Punkten an McGrath. Der Franzose Clement Noel, der Olympien-Sieger von 2022, belegte den zweiten Platz. Die Saison war für McGrath von persönlichen Verlusten geprägt: Er trauerte im Slalom-Finale um seinen verstorbenen Großvater und lief danach weinend neben der Piste.
Die Emotionen waren auch beim Saisonabschluss spürbar. Nach dem Gewinn der Gesamtwertung brach McGrath in Tränen aus. Als erster Gratulant war überraschenderweise Lucas Pinheiro Braathen vor Ort. Die beiden Freunde umarmten sich innig. ZDF-Experte Marco Büchel kommentierte die Szene: „Zwei Freunde, die heute um diese Kugel gekämpft haben, die liegen sich jetzt in den Armen.“ Braathen gewann zuvor die Gesamtwertung im Riesenslalom.
„Die vergangenen Monate waren die wohl härtesten, aber auch lohnendsten meines Lebens“, sagte McGrath später bei Eurosport mit brüchiger Stimme. „Ich vermisse meinen Großvater wirklich sehr, ich wünschte, er wäre hier. Es ist der beste Tag meines Lebens.“
Linus Straßer beendete seine Saison mit einem neunten Platz im Slalom, seinem besten Ergebnis der Saison. Der letzte Sieg des Winters ging an Timon Haugan aus Norwegen.
Die Triumphgenugenschaft ist greifbar, doch hinter dem Erfolg verbirgt sich eine tiefe Trauer – eine bittersüße Erinnerung an die Vergänglichkeit, die selbst den größten Triumphen eine zusätzliche Dimension verleiht.
