Messi trifft auf goldsacks unterschrift – argentinien-fan ehrt großvater mit einzigarem projekt
Lionel Messis Handschrift hat sich für Gabriel Goldsack nun einen Kreis verschlossen. Der 34-Jährige aus Köln hat sich seit 2024 gemeinsam mit seiner Frau regelmäßig zu den Vereinen der argentinischen Nationalmannschaft aufgemacht, egal ob in den USA, Europa oder Südamerika.
Ein außergewöhnliches hobby: die jagd nach signaturjagd
Schon früher und auch heute noch gibt es in seinem Heimatland viele ökonomische und soziale Probleme. „Der Fußball ermöglicht es, für eine Zeit lang alles zu vergessen. Deshalb leben die Menschen in argentinien mit so viel Leidenschaft“, so Goldsack. „Natürlich erwarten dich deine Probleme auch nach dem Spiel noch. Aber während das Spiel läuft und du zuschaust, lebst du dieses Spiel und nichts anderes.“
Dass der Anpfiff schon um 3 Uhr morgens deutscher Zeit sein wird, spielt dabei keine Rolle. „Wir haben hier eine Freundesgruppe mit Menschen aus argentinien und schauen die Spiele immer zusammen. Ich denke wir werden beim Viertelfinale so sechzig oder siebzig Leuten sein.“

Das projekt: ein pokal voller erinnerungen
Die argentinien-Fan Gabriel Goldsack (r.) und sein Opa. Gut zweieinhalb Jahre lang war er gemeinsam mit seiner Frau um die Welt gereist, um die Unterschriften aller argentinischen Nationalspieler auf einem Duplikat des Weltmeisterpokals zu sammeln. Dieses Projekt startete der 34-Jährige zu Ehren seines Großvaters, dem „größten argentinien- und Messi-Fan aller Zeiten“, wie Goldsack sagt. Zuerst habe er an ein Trikot oder eine Fahne voller Unterschriften gedacht, doch „ich wollte etwas machen, das es so im Fußball noch nicht gegeben hat“.
Im Internet sei er dann auf eine argentinische Künstlerin gestoßen, die hochwertige Repliken des WM-Pokals anfertigte. „Eine Replik des WM-Pokals mit allen Unterschriften des argentinischen Teams gab es im Fußball noch nie“, so Goldsack. Also besorgte er sich ein Exemplar.

Der letzte handschrift-stempel
Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hatte Goldsack, der aus Argentinien kommt und heute in Köln lebt, den Weltfußballer getroffen. Dessen Unterschrift war die letzte, die Fan Goldsack in seiner Sammlung noch fehlte. Den Moment, in dem Gabriel Goldsack Lionel Messi die Hand gab, wird er wohl nie vergessen. „Es war ein totaler Augenblick“, erzählt Goldsack. „Ich habe ihn einfach angefasst und wusste: Das Versprechen an meinen Großvater ist eingelöst.“

Die ehre für den großvater
Sein Großvater, Jorge Enrique Goldsack Pastor, starb 2021, kurz bevor Messi mit Argentinien die Copa América gewann. Immer wieder habe er sich darüber beschwert, dass Messi nie einen wichtigen Titel mit dem Nationalteam gewonnen habe, und angekündigt, nach seinem Tod darüber „mit Gott zu sprechen, um das zu lösen“, so Goldsack. Als der Wunsch seines Großvaters nun tatsächlich wenige Monate nach seinem Tod in Erfüllung ging, suchte Goldsack eine Möglichkeit, ihn zu ehren. Bald wird der Pokal voller Unterschriften zu seinem Bruder nach Spanien gebracht, damit er dort neben der Urne seines Großvaters stehen kann.

Ein blick in die zukunft
Dem sieht Goldsack mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Eigentlich habe er nämlich gerade Tickets für das Spiel gegen die Schweiz in der Nacht zu Sonntag gewonnen, könne so schnell aber nicht nach Kansas fliegen. Deswegen wird er die Partie nun wie gewohnt in Köln verfolgen.
