Miami open: deutsche spieler scheitern überraschend früh
Ein Schock für das deutsche Tennis in Miami: Zahlreiche Hoffnungen verabschiedeten sich bereits am ersten Turniertag des hochkarätig besetzten WTA und ATP Turniers. Yannick Hanfmann, Jan-Lennard Struff und weitere deutsche Spieler scheiterten überraschend früh, was die Ambitionen des deutschen Teams im Sunshine Double deutlich dämpft.
Frustrierende comebacks und knappe niederlagen
Besonders bitter war das Comeback von Eva Lys. Nach zweimonatiger Knieverletzungspause kehrte die 24-Jährige in Miami zurück, musste sich aber Yulia Starodubtseva in zwei deutlichen Sätzen geschlagen geben. Die fehlende Spielpraxis war ihr anzusehen, sowohl in den Grundschlägen als auch beim Aufschlag. Es war ein frustrierender Start in ihre Rückkehr auf den Platz.
Laura Siegemund lieferte ein intensives Match gegen den Shooting Star Alexandra Eala. Die 38-Jährige kämpfte verbissen, musste sich ihrer jungen Gegnerin nach einem zermürbenden Kampf von fast drei Stunden mit 7:6 (8:6), 3:6 und 3:6 beugen. Ein heroischer, aber letztendlich unglücklicher Auftritt.
Auch Ella Seidel konnte sich trotz bemerkenswerter Gegenwehr nicht gegen Lilli Tagger durchsetzen. Die junge Deutsche verlor den ersten Satz im Tiebreak, zeigte dann aber eine deutliche Steigerung und brachte die Entscheidung in einen spannenden dritten Satz. Ein ungenutzter Matchball ließ sie letztendlich die Chance auf den Sieg entgehen.
Tatjana Maria musste sich der jungen US-Amerikanerin Hailey Baptiste in zwei Sätzen geschlagen geben. Ihr Auftritt war von vielen ungewohnten Fehlern geprägt, was ihren frühen Ausstieg besiegelte.

Enttäuschungen auch bei den herren
Die Enttäuschungen blieben nicht bei den Damen aus. Yannick Hanfmann, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, scheiterte an dem nur 19-jährigen Spanier Rafael Jodar. Auch Jan-Lennard Struff hatte gegen den jungen US-Amerikaner Darwin Blanch das Nachsehen. Die jungen Wild Cards profitierten in Miami deutlich.
Alexander Zverev hat derweil ein Freilos und trifft in der ersten Runde auf Martin Damm (USA). Ob er den Schwung der vergangenen Turniere mitbringt, bleibt abzuwarten.
Die frühen Auscheidungen werfen Fragen auf: Hatten die deutschen Spieler mit der ungewohnten Hitze zu kämpfen? Oder lag es an der fehlenden Vorbereitung? Fakt ist, dass die deutschen Hoffnungen auf einen erfolgreichen Auftritt in Miami unerfüllt blieben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Spieler aus dieser Niederlage gestärkt zurückkämpfen können.
