Mislintats fehlkalkulation: warum dortmund den lewandowski-ersatz verpasste

Borussia Dortmunds Suche nach einem würdigen Nachfolger für Robert Lewandowski scheiterte 2014 kläglich. Sportvorstand Sven Mislintat erklärt nun, warum der Transfer von Ciro Immobile floppte und verrät, dass ein anderer Weltstar beinahe in dortmund gelandet wäre.

„Nummer sicher“ – eine riskante strategie

Mislintat, der für seine Verpflichtungen wie Shinji Kagawa, Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembélé den Ruf des „Diamantauges“ erlangte, räumt ein, dass die Verpflichtung von Immobile eine Fehlentscheidung war. „Als wir Robert Lewandowski abgaben, folgten wir zum ersten Mal einer anderen Verpflichtungsphilosophie“, so Mislintat im Interview mit transfermarkt.de. Das Ziel war es, die Torgefahr des Polnens mit dem damaligen Serie-A-Torschützenkönig zu ersetzen.

Doch die Rechnung ging nicht auf. Nach nur einer Saison und lediglich drei Toren in der Bundesliga verließ Immobile den BVB. „Er funktionierte bei uns nicht, obwohl er zuvor sensationell in Italien performt hatte. Das ist eigentlich unmöglich“, wundert sich Mislintat.

Mané war die erste wahl

Mané war die erste wahl

Neben Immobile stand auch Sadio Mané von RB Salzburg auf der Liste. Der Senegale wechselte später zu Southampton und avancierte beim FC Liverpool zu einem Weltklasse-Spieler. „Gemäß unserer bewährten Strategie hätten wir Sadio holen müssen“, gibt Mislintat zu. Doch die Entscheidung fiel auf Immobile.

Der einstige Flop entwickelte sich nach seiner Rückkehr zu Lazio Rom zu einer Vereinslegende und erzielte dort über 160 Tore. Auch Stationen in Istanbul und Bologna folgten, bevor Immobile seit Februar 2026 beim Paris FC in Frankreich spielt. Die Karriere des Stürmers zeigt, dass eine sichere Wette nicht immer die beste ist.

Die Geschichte von Ciro Immobile bei Borussia dortmund ist eine Mahnung: Selbst die besten Scouts können Fehler machen. Und manchmal verpasst man den großen Coup, obwohl er nur einen Schritt entfernt war.