Müller glänzt, geht verletzt: kurzer auftritt, großer name!
Vancouver – Ein kurioser Abend für Fußball-Legende Thomas Müller! Der Rekordspieler des FC bayern zeigte im Trikot der Vancouver Whitecaps nur kurz, aber dafür effektiv, auf, musste dann aber aufgrund einer Verletzung das Feld verlassen. Ein Auftritt, der Fragen aufwirft und doch einmal mehr die Klasse des Routiniers unterstreicht.

Ein einwechslung, die hoffnung weckte
Die Partie gegen den Cavalry FC im Viertelfinal-Hinspiel der Canadian Championship verlief bis zur Halbzeitpause beim Stand von 1:1. Doch dann, zur Überraschung der 5.086 Zuschauer im ausverkauften Swangard Stadium, kam Thomas Müller. Der 36-Jährige, der zuvor als Experte für MagentaTV bei der WM tätig war, wurde eingewechselt und sorgte prompt für Aufsehen. Nach einem wahren Durcheinander im Strafraum staubte Müller den Ball ab und brachte die Whitecaps in Führung – sein neunter Torbeteiligung in dieser Saison, eine beachtliche Leistung für einen Teilzeitspieler.
Ein kurzer Jubel, dann Ernüchterung Die Freude währte jedoch nur kurz. Denn bereits wenige Minuten später, beim Stand von 3:1, verließ Müller das Spielfeld. Sein Trainer Jesper Sörensen erklärte nach dem Spiel, dass Müller einen Schlag auf den Oberschenkel erhalten und sich deshalb um eine Auswechslung gebeten hatte. Nur knapp 30 Minuten Einsatzzeit – ein bitterer Rückschlag für die Whitecaps und die Fans.
Rayan Elloumi profitierte von der Situation und stellte den Endstand her. Das Rückspiel am 14. Juli (3.30 Uhr MESZ) verspricht Spannung, vor allem, wenn Müller fit ist. Der Gewinn des kanadischen Pokals in der vergangenen Saison war bereits Müllers erster Titel mit Vancouver, und die Hoffnung auf weitere Triumphe ist ungebrochen.
Es bleibt abzuwarten, wie schwer die Verletzung ist und ob Müller am 17. Juli bei dem Auswärtsspiel der Whitecaps gegen den Chicago Fire einsatzbereit sein wird. Dort könnte er sich mit seinem alten bayern-Kollegen Robert Lewandowski wiedersehen – ein Duell der Giganten, auf das die Fußballwelt gespannt sein darf. Doch vorerst gilt es, die Verletzung auskurieren und sich auf das Rückspiel gegen Cavalry FC zu konzentrieren. Denn der Weg zum kanadischen Pokaltitel ist noch lang und beschwerlich.
