Nagelsmann kritisiert schwächen nach 2:1-sieg gegen ghana – wm-vorbereitung steht auf der zerreißprobe

Stuttgart – Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem 2:1-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ghana teils unzufrieden. Trotz des verdienten Triumphes wies der Bundestrainer auf deutliche Schwächen hin, die vor der kommenden Weltmeisterschaft im Sommer behoben werden müssen.

Nagelsmann sieht defizite im deutschen fußball

Nagelsmann sieht defizite im deutschen fußball

„Wir haben die Positionen nicht mehr gut besetzt, hatten wieder sehr viel Freestyle, wie in der Schweiz. Dann sind wir sehr konteranfällig“, so Nagelsmann nach dem Spiel. Das 1:1, das Ghana ausgleichen konnte, empfand der Trainer als inakzeptabel. „Das 1:1 dürfen wir so nicht fressen.“

Taktische Fehler im Strafraum und mangelnde Balleroberung von Josha Vagnoman führten zu gefährlichen Situationen. Nagelsmann betonte jedoch, dass die Mannschaft insgesamt besser gespielt habe als gegen die Schweiz, auch wenn die Quote an Toren geringer war.

Der Fokus rückt nun auf die Analyse der kommenden WM-Gegner. Nagelsmann kündigte Gespräche und finale Entscheidungen an, ohne dabei größere Veränderungen an der Spielidee anzukündigen. Die Vorbereitung wird sich auf die spezifischen Stärken und Schwächen der Gegner konzentrieren – beginnend mit dem Spiel Ecuadors gegen die Niederlande.

Die Leistung gegen Ghana war ein Muskeltesten. Erkenntnisse, die Nagelsmann nun in die taktische Ausrichtung einfließen lassen will. Die Zeit drängt, die WM-Vorbereitung ist ein Wettlauf gegen die Zeit.