Odermatts enttäuschung in kvitfjell
Marco Odermatt, der dominierende Schweizer Skifahrer, hat im Weltcup-Super-G in Kvitfjell ein enttäuschendes Rennen hingelegt.

Odermatt gnadenlos gegen sich selbst
Der 28-Jährige aus Schweiz, der in dieser Alpin-Saison bereits die Kristallkugel im Super-G und in der Abfahrt erobert hatte, zeigte sich nach seinem siebten Platz in der Abfahrt und dem 19. Rang im Super-G unzufrieden.
„Mich nervt’s, dass ich so unglaublich schlecht gefahren bin. Das war das schlechteste Rennen der letzten fünf, sechs Jahre. Das ist kein cooler Abschluss“, gestand Odermatt im Interview mit dem Schweizer Fernsehen (SRF).
Er warf sich selbst heftig vor, da er vor diesem Rennen erwartet hatte, am Start wieder die volle Leistung zu zeigen, die ihn in dieser Saison so erfolgreich gemacht hatte.
„Schon am Morgen hab ich gemerkt, die Spannung und die Lust waren nicht so richtig da. Das hatte ich so noch nie. Aber ich habe gedacht, wenn ich am Start bin, kommt das zurück. Aber den Schlüssel habe ich nicht gefunden“, erklärte Odermatt.
Dennoch hat er die kleine Kristallkugel im Super-G gewonnen, da andere Fahrer Fehler gemacht haben. Mit 425 Punkten führt er die Weltcup-Gesamtwertung in dieser Disziplin knapp vor seinem Konkurrenten Vincent Kriechmayr.
Odermatt bleibt aber unzufrieden, da er nicht mit einem Podestplatz abschließen konnte. Im Riesenslalom, einer seiner Paradedisziplinen, kämpft er noch um die dritte kleine Kristallkugel.
„Ich habe gemischte Gefühle. Die Kugel-Runde hat sich nicht so gut angefühlt“, sagte Odermatt. „Es wäre schön, man könnte es mit einem Podestplatz abschließen, damit mehr Emotionen mit der Kugel verbunden sind.“
