Olympiasiegerin ogunleye verpasst medaille in polen – jackson triumphiert
Torun – Eine bittere Enttäuschung für Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye: Die Hallen-WM in Polen endete für die Olympiasiegerin aus Mannheim ohne Titel. Mit 19,46 Metern reichte es am Freitag nicht für eine Medaille, sie landete auf dem fünften Platz hinter der US-Amerikanerin Chase Jackson (20,14 m).

Ogunleye knapp am podium vorbei
Die Mannheimerin, die zuvor bei den deutschen Meisterschaften in Dortmund ihre persönliche Bestleistung auf 20,37 m verbessert hatte, konnte ihre gute Form in Torun nicht bestätigen. 29 Zentimeter fehlten ihr letztlich zur Bronzemedaille. „Es war heute nicht mein Tag. Das gehört zum Sport dazu. Jetzt wird das Ergebnis verarbeitet und dann konzentrieren wir uns auf die Sommersaison“, kommentierte Ogunleye die enttäuschende Leistung. Sie zeigte sich dennoch optimistisch: „Wir gehen mit einem guten Gefühl aus und wissen, dass ich im Sommer wieder angreifen kann.“
Die US-Amerikanerin Chase Jackson dominierte das Wettbewerb von Anfang an und setzte sich souverän durch. Die kanadische Titelverteidigerin Sarah Mitton (19,78 m) gewann Silber, während die Schwedin Axelina Johansson (19,75 m) sich mit Bronze den dritten Platz sicherte.
Auch für andere deutsche Athleten lief es nicht nach Wunsch. Robert Farken verpasste im 1500-Meter-Vorlauf knapp das Finale, nachdem er sich lediglich den fünften Platz in seiner Altersklasse (28 Jahre) gesichert hatte. Im Sprint über 60 Meter setzte sich Jordan Anthony (USA) mit 6,41 Sekunden durch, während der jamaikanische Olympiasieger Kishane Thompson (6,45 s) nur die Silbermedaille gewann. Der bronzee Preis ging an Trayvon Brommel (USA, 6,45 s).
Das deutsche Leichtathletik-Team reiste mit 14 Athleten nach Torun, verzichtete aber aus unterschiedlichen Gründen auf einige Top-Namen wie Weitsprungsstar Malaika Mihambo. Die Fokus liegt nun auf der Vorbereitung für die kommenden Wettkämpfe.
Die Ergebnisse in Torun zeigen, dass der Weg zu den großen Sportgroßereignissen hart ist – und selbst die besten Athleten nicht immer ihren Erwartungen entsprechen.
