Olympische winterspiele 2026: keine dopingvergehen – eine entwarnung für den sport?

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Erleichterung bei der Anti-doping-Arbeit: Die Internationale Dopingagentur (ITA) hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo kein einziges Dopingvergehen festgestellt. Das Ergebnis der umfassenden Kontrollen stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber den Spielen in Peking 2022 dar.

Weniger kontrollen, weniger vergehen

Weniger kontrollen, weniger vergehen

In insgesamt 1.848 Athletinnen und Athleten wurden 63 Prozent der Tests durchgeführt. Von den 3.053 Urin- und Blutproben lagen keine positiven Befunde vor. Im Vergleich dazu waren bei den Winterspielen in Peking 2022 55 Prozent der Athleten getestet worden, wobei vier Dopingvergehen registriert wurden. Der Fall der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa, die in Peking positiv auf das Herzmedikament Trimetazidin getestet und für vier Jahre gesperrt worden war, bleibt ein dunkles Kapitel.

Deutschland gehörte erneut zu den fünf am häufigsten getesteten Nationen, was die hohe Priorität der Anti-doping-Bemühungen unterstreicht. Die Ergebnisse der ITA-Untersuchung, die etwa einen Monat nach der Abschlussfeier veröffentlicht wurde, zeigen einen positiven Trend. Eine klare Botschaft: Die Weltspitze scheint sauberer zu sein als vor vier Jahren.

Der Unterschied ist gravierend. Während in Peking 2022 vier Athleten wegen Dopings sanktioniert wurden, blieben in Mailand und Cortina d’Ampezzo alle Kontrollen negativ. Dieser Unterschied unterstreicht die Wirksamkeit der verstärkten Kontrollmaßnahmen und möglicherweise auch eine Veränderung im Verhalten der Athleten. Die ITA betont, dass die Arbeit zur Wahrung eines fairen Sports nicht abgeschlossen ist.

Die Ergebnisse der Olympischen Winterspiele 2026 bieten eine Atempause für den internationalen Sport. Doch die ständige Konfrontation mit doping erfordert weiterhin höchste Wachsamkeit. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob dieser positive Trend anhält.