Playoff-anwärter im check: wer hat 2026 überrascht?
- Das jura-dilemma: ajoie am tiefpunkt
- Zug im tal der tränen: die zentralschweizer krise
- Die tigers verlieren die nerven: play-in verpasst
- Ambri-piotta: lichtblicke trotz playouts
- Lausanne: die zweite große enttäuschung
- Kloten: play-in-hoffnungen zerplatzen
- Biel: dubés rettungsanker
- Rapperswil-jona: phasenweise stark
- Bern: ein licht am horizont
- Lugano: konstanz zahlt sich aus
- Die top-teams dominieren: davos als klarer favorit
Die Saison 2026 neigt sich dem Ende zu, und bevor die Playoffs richtig losgehen, werfen wir einen kritischen Blick auf die Zwischenstände der Jahrestabelle. Die Zahlen erzählen eine Geschichte, die sich teils deutlich von der regulären Saison unterscheidet – einige Teams präsentieren sich plötzlich in völlig neuem Licht, während andere enttäuschen auf schmerzliche Weise. Ein Blick hinter die Kulissen der Leistungsschwankungen.
Das jura-dilemma: ajoie am tiefpunkt
Der HC Ajoie, bekannt für sein unermüdliches Engagement, findet sich weiterhin am Tabellenende wieder. Mit einem mageren Schnitt von 0,824 Punkten pro Spiel kämpft das Team aus dem Jura gegen den Abstieg. Es ist nicht nur die geringe Punktzahl, sondern auch die Anzahl der Niederlagen, die alarmieren. Zehn Mal mussten die Jurassier die Segel streichen – ein Wert, den nur noch ein weiteres Team teilt. Doch der Teufel steckt im Detail: Ajoie hat gekämpft, Gegner ins Wanken gebracht und viele Partien erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen verloren. Das zeigt, dass mehr als nur die nackten Zahlen im Spiel sind.

Zug im tal der tränen: die zentralschweizer krise
Der EV Zug, einst eine feste Grösse in der Liga, erlebt in der Saison 2026 eine bittere Enttäuschung. Nach einem desolaten Jahresbeginn stockte der Erfolg, und die Zentralschweizer dümpelten lange unter ihren Möglichkeiten. Mit nur 1,053 Punkten pro Spiel liegt der EVZ weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Gerade einmal fünf Siege konnte das Team verbuchen. Es ist eine Leistung, die die Fans schockiert hat. Im Gegensatz zu den durchzogenen Auftritten in der Regular Season zeigte sich Zug in den Play-Ins jedoch deutlich verbessert – ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft.

Die tigers verlieren die nerven: play-in verpasst
Die SCL Tigers schlugen in dieser Jahrestabelle ein trauriges Bild. Der schwache Saisonabschluss der Langnauer führte dazu, dass sie unter der offiziellen Gesamtwertung rangierten. Gerade in der entscheidenden Phase ließen die Tigers wichtige Punkte liegen und verpassten das Play-In-Ticket. Die letzten fünf Spiele der Qualifikation gingen allesamt verloren, was das Team frühzeitig in die Ferien schickte. Fünf Siege im neuen Jahr waren schlichtweg zu wenig, um im engen Rennen bestehen zu können.

Ambri-piotta: lichtblicke trotz playouts
Der HC Ambri-Piotta kann zumindest eine leichte Verbesserung in der Jahrestabelle verzeichnen. Obwohl die Leventiner die Playouts gemeinsam mit Ajoie in Kauf nehmen müssen, hätten sie in der Jahrestabelle immerhin den elften Platz erreicht. Sechs Siege standen zwölf Niederlagen gegenüber. Die letzten fünf Auftritte der Regular Season brachten zwei Siege – ein kleiner Lichtblick in einer insgesamt schwierigen Phase.

Lausanne: die zweite große enttäuschung
Der Lausanne HC muss sich ebenfalls in der Jahrestabelle geschlagen geben. Während die Waadtländer die Regular Season auf dem sechsten Rang abschlossen und sich direkt für die Playoffs qualifizierten, hätte es in der Jahrestabelle gerade noch für einen Play-In-Platz gereicht. Sechs Siege und eine deutliche Schwächephase zum Saisonende lassen die Fans bangen.

Kloten: play-in-hoffnungen zerplatzen
Der EHC Kloten liegt in dieser Jahrestabelle deutlich weiter oben als in der regulären Wertung. Lange hielten die Flughafenstädter die Play-In-Hoffnungen am Leben, doch aus der Olympia-Pause starteten die Klotener nicht wie erhofft. Acht Siege konnten sie verbuchen, doch der Saisonabschluss war alles andere als versöhnlich: Eine deutliche 0:7-Niederlage in Genf setzte dem entgültigen Schlussstrich.
Biel: dubés rettungsanker
Der EHC Biel-Bienne profitierte deutlich vom Trainerwechsel zu Christian Dubé. Zwar verpassten die Seeländer die direkten Playoffs knapp, doch unter Dubé gelang ihnen der Einzug in die Play-Ins. Mit 26 Punkten aus 18 Spielen im neuen Jahr rangiert der EHCB auf dem achten Platz der Jahrestabelle. Die Hälfte der Spiele konnten die Bieler für sich entscheiden – ein klarer Trend.
Rapperswil-jona: phasenweise stark
Die Spiele der Rapperswil-Jona Lakers waren im Jahr 2026 stark phasenabhängig. Mal gab es einen bemerkenswerten Lauf an Siegen, mal eine Serie von Niederlagen. Daher ist es wenig überraschend, dass die Rapperswiler, wie auch in der realen Tabelle, genau in der Mitte landen. Eine Bilanz von neun Siegen und acht Niederlagen spricht für eine ausgeglichene Saison.
Bern: ein licht am horizont
Der SC Bern kann sich über eine deutliche Verbesserung freuen. Nachdem das Team katastrophal in die Saison gestartet war, verbesserte sich das Bild ab dem neuen Jahr deutlich, und die Berner sicherten sich ein Play-In-Ticket. Neun Siege und neun Niederlagen sprechen für eine ausgeglichene Bilanz. Ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Mutzen letztlich nicht gewinnen konnten.
Lugano: konstanz zahlt sich aus
Der HC Lugano belegt wie auch in der Abschlusstabelle den fünften Platz – ein Zeichen für die Konstanz des Teams. Allerdings wirkte sich das schwächere Abschließen der regulären Saison aus.
Die top-teams dominieren: davos als klarer favorit
Die Spitzenteams der Liga präsentieren sich weiterhin in Topform. Die ZSC Lions, Genf-Servette, Fribourg-Gotteron und Davos haben sich eine klare Überlegenheit erarbeitet. Besonders der HC Davos sticht in dieser Jahrestabelle hervor. Das Team legte während der gesamten Qualifikation grosse Souveränität aufs Eis. Mit 40 Punkten seit dem Jahreswechsel weisen die Bündner mit 2,353 Punkten pro Spiel den klar besten Schnitt im neuen Jahr auf. Die Playoffs gehören nun zu Davos – die Frage ist nur, wann und wie.
