Pogacar triumphiert: spektakulärer sieg, fehler von pidcock – van aert als heimlicher held
Tadej Pogacar hat sich in einem dramatischenFinale beim Mailand-San-Remo durchgesetzt und damit einen riesigen Schritt in Richtung seines Ziels, alle großen Radrennen zu gewinnen, getan. Doch der Tag war geprägt von einem spektakulären Sturz, einem entscheidenden Fehler von Tom pidcock und einem überraschenden Comeback von Wout van Aert.
Pogacars monumentaler abschied
Der Slowene, der in der Vergangenheit oft als zu leichtes Rennen abgetan wurde, zeigte seine Klasse und kämpfte sich nach einem heftigen Sturz in Imperia zurück. Die Zeitnahme zeigte, dass Pogacar mit einer unglaublichen Geschwindigkeit die Cipressa passierte, und reduzierte so seine Konkurrenz auf nur noch zwei Fahrer. Der Sieg war hart erkämpft, aber auch der erste und vermutlich letzte in dieser prestigeträchtigen Veranstaltung.
„Ich werde das Rennen vielleicht vom Sofa aus verfolgen“, sagte Pogacar in der Pressekonferenz. Der Verkehr auf den italienischen Straßen stellt eine ständige Gefahr dar, und die Vorbereitung auf das Rennen ist mit Risiken verbunden.
Pidcocks folgenreiches zögern
Tom Pidcock, der als einer der Favoriten galt und zuvor das Rennen Mailand-Turin gewonnen hatte, überraschte mit seiner Leistung. Doch in der entscheidenden Phase verpatzte der Brite seinen Sprint. Er wartete zu lange, entschied sich für die falsche Seite und verpasste den Sieg um eine Haar.
Experte Philippe Gilbert analysierte das Zögern des britischen Olympiasiegers: „Hätte er in diesem Moment früher losgesprintet, hätte er gewinnen können.“ Pidcock selbst zeigte sich enttäuscht, aber auch entschlossen, sich auf kommende Rennen zu konzentrieren. Nach dem Sturz und einer späteren Erkrankung scheint seine Form nun wieder auf dem Höchststand zu sein.
Van aert: der heimliche sieger
Wout van Aert, der bei dem Sturz in Imperia schwerer Verletzungen erlitt als Pogacar, zeigte einen unglaublichen Siegeswillen. Er verlor fast eine Minute durch die Reparatur seines Fahrrads, kämpfte sich aber zurück und beendete das Rennen als Dritter. Seine Leistung zeigt, dass die Form wieder da ist, und er blickt nun zu den Monumenten in Flandern und Roubaix.
„Es fühlt sich nie wie ein Sieg an, wenn man Dritter wird“, gab van Aert zu, zeigte sich aber stolz auf sein Comeback. Er bewies, dass er auch nach Rückschlägen kämpfen kann. Allein die Geschwindigkeit, mit der er die letzten 35 Kilometer absolvierte, sprach Bände.
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